Der Startschuss für ein branchenweites und standortübergreifendes Forschungsprojekt in der Luftfrachtlogistik ist gefallen.Nach zweijähriger Vorbereitungsphase erhielt die Fraport AG in Frankfurt am Main die Zusage für die finanzielle Zuwendung im Rahmen des Forschungsvorhabens „Digitales Testfeld Air Cargo“ (DTAC).


Es werden rund sieben Millionen Euro zur Verfügung gestellt

Während der dreijährigen Projektlaufzeit fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) auch Forschungstätigkeiten am Flughafen Frankfurt. Das Projekt ist ein wichtiges Element der konzernweiten Digitalisierungsstrategie des Flughafenbetreibers. Das BMVI stellt dem bundesweiten Konsortium eine Fördersumme von insgesamt sieben Millionen Euro zur Verfügung.

„Fragmentierte Prozessketten im Luftfrachtgeschäft erschweren das Handling von Fracht“, sagt Andreas Quick, Teamleiter Cargo Development und fachlicher Programmverantwortlicher der Fraport AG. Hier knüpft das Forschungsvorhaben an: „Wir wollen den Datenaustausch zwischen allen Akteuren der Luftfrachttransportkette standardisieren und die Abläufe digitalisieren. Eine verbesserte Datenlage hilft Problemlagen und Engpässe früher zu erkennen oder Ressourcen wie Transportmittel, Flächen und Geräte effizienter zu nutzen. In Frankfurt verfolgen wir das Ziel, eine effiziente Datenplattform zu etablieren, die als Grundlage für zahlreiche Umsetzungsideen im Forschungsprojekt dient.“

Standardisierter Datenaustausch zwischen den Stakeholdern

Neben dem Flughafen Frankfurt bringen Projektpartner aus Industrie und Wissenschaft übergreifende Sichtweisen und Anforderungen der Luftfracht zusammen. Die entwickelten Digitalisierungslösungen sind neutral und standortübergreifend einsetzbar. Damit sollen die deutschen Luftfrachtstandorte im internationalen Wettbewerbsumfeld eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von digitalen Luftfrachtstandards einnehmen. In sechs Teilprojekten stehen die Themenschwerpunkte „standardisierter Datenaustausch zwischen den Stakeholdern“, „Automatisierung und Autonomisierung in dispositiven Handling- und Transportprozessen“ sowie „KI-gestützte Optimierungs- und Prognoseanwendungen“ im Fokus.

„Die entwickelten Lösungen und Hilfsmittel erproben wir mit den Partnern auch am Flughafen Frankfurt. Sind die Praxistests erfolgreich, wenden wir die Erkenntnisse direkt im Betrieb an“, stellt Quick heraus.

Die Fraport AG freut sich auf die Zusammenarbeit mit Cargogate Munich Airport GmbH, Mitteldeutsche Flughafen AG, Flughafen Köln/Bonn GmbH, Lufthansa Cargo AG, Schenker Deutschland AG, Sovereign Speed GmbH, CHI Deutschland Cargo Handling GmbH, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. und Frankfurt University of Applied Sciences.