BYC-NewsMainzEntsorgung MainzWenn die Autobahnauffahrt bei Finthen zur Deponie wird

Wenn die Autobahnauffahrt bei Finthen zur Deponie wird

Ob an den Auffahrten zur A60 oder auf den Landstraßen rund um Finthen – die Vermüllung nimmt drastische Ausmaße an.

Leserthema: Wer regelmäßig rund um Finthen unterwegs ist, dem bietet sich an den Straßenrändern ein beschämendes Bild. Besonders in den Kurvenbereichen sowie an den Autobahnauffahrten zur A60 scheint die Rücksichtslosigkeit ein neues, trauriges Level erreicht zu haben. Es ist kaum zu übersehen: Ganze Tüten von Fast-Food-Ketten, leere Getränkedosen, Kaffeebecher und Plastikverpackungen zieren die Grünstreifen in und um Finthen.

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Bequemlichkeit siegt über den Verstand

Man fragt sich unweigerlich: Sind die Menschen wirklich zu dumm, ihren Abfall korrekt zu entsorgen? Oder ist es schlichtweg eine bösartige Mischung aus Ignoranz und Faulheit? Die Vermüllung, die wir täglich an unseren Verkehrswegen beobachten, ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis bewusster Fehlentscheidungen einzelner Individuen. Es scheint für viele einfacher zu sein, den Unrat bei voller Fahrt aus dem Fenster zu werfen, als ihn bis zur nächsten Tonne mitzunehmen.

Die Kurve in Finthen als Endstation für Fast Food

Auffällig ist, dass sich der Unrat besonders in den Kurven der Auffahrten nahe Finthen konzentriert. Hier fliegt der Becher aus dem Fenster, während die Landschaft unter dem Zivilisationsmüll begraben wird.

  • Fast-Food-Verpackungen: Tüten und Kartons wehen oft hunderte Meter weit über die Felder von Finthen.

  • Aluminium und Plastik: Getränkedosen und PET-Flaschen sammeln sich dauerhaft im Unterholz der Böschungen.

  • Erschwerte Pflege: Die Autobahnmeistereien müssen rund um Finthen erst mühsam per Hand sammeln, bevor die Maschinen sicher mähen können.

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Die Allgemeinheit und der Verursacher zahlen die Zeche

Was viele dieser „Fenster-Entsorger“ völlig ausblenden: Die enormen Kosten für diese Reinigungseinsätze trägt die Allgemeinheit. Jede zusätzliche Arbeitsstunde der Straßenmeistereien wird über Steuergelder finanziert. Damit belastet der illegale Müllentsorger direkt den Geldbeutel jedes ehrlichen Bürgers.

Doch noch absurder ist: Auch der illegale Entsorger selbst trägt diese Kosten über seine eigenen Abgaben und Steuern mit. Wer seinen Müll in die Landschaft wirft, finanziert also indirekt seine eigene Ignoranz – ein teurer und unsinniger Kreislauf. Zudem drohen bei Identifizierung empfindliche Bußgelder, die weit über den Kosten einer legalen Entsorgung liegen.

Ein dringender Appell an die Vernunft

Die Kosten für die Beseitigung dieser Verschmutzung tragen wir am Ende alle über unsere Steuergelder. Es ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, wenn erwachsene Menschen nicht in der Lage sind, eine leere Tüte fünf Kilometer weiter in einen Mülleimer zu werfen.

Es braucht hier nicht nur mehr Kontrollen und saftige Bußgelder, sondern ein grundlegendes Umdenken. Wer im Auto essen kann, kann den Abfall auch im Auto behalten, bis eine geeignete Entsorgungsmöglichkeit auftaucht. Unsere Natur und die Mainzer Stadtteile haben diesen respektlosen Umgang schlicht nicht verdient.

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