Der Weihnachtsmarkt im Stadtteil Ginsheim, der am 3. Adventswochenende hätte stattfinden sollen, ist abgesagt. BYC-News sprach mit Klaus Metzger, dem 1. Vorsitzenden der Sport- und Kulturgemeinschaft Ginsheim e.V. darüber.


„Das Risiko wollten wir nicht eingehen“

„Wir haben uns am Mittwoch intern unterhalten und haben am Mittwochabend alle beteiligten Vereine eingebunden. Schließlich ist die Entscheidung dann gestern Abend gefallen. Die aktuelle Infektionslage gibt es unseren Erachtens einfach nicht her, einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. Der Weihnachtsmarkt hätte ja erst in drei Wochen stattgefunden und bis dahin wird der exponentielle Anstieg der Zahlen auch Ginsheim-Gustavsburg nicht verschonen. Das Risiko wollten wir nicht eingehen, sowohl zum Schutz unserer Vereinsmitglieder als auch der Besucher“, erklärt Metzger.

Die Planung für den Weihnachtsmarkt war bereits abgeschlossen. Im Außenbereich am Altrheinufer hätte die 3G-Regelung gegolten. Im Innenbereich des evangelischen Gemeindehauses, wo einige Kunsthandwerker ihre Waren verkauft hätten, wäre die 2G-Regelung geplant gewesen. Insgesamt waren 20 Kunstaussteller sowie 11 Essens- und Getränkestände geplant.

„Finanzielle Folgen sind noch tragbar“

„Die unmittelbaren Kostenfolgen sind aktuell für die Vereine als auch für die SKG noch tragbar. Natürlich ist es aber schade, dass die Vereine jetzt keine Einnahmen generieren können, welche die Vereinskassen etwas aufgepeppt hätten. Auch die Kunsthandwerker haben ihre Waren natürlich weitestgehend fertig gehabt. Die bleiben jetzt auf ihren Waren sitzen“, so Metzger.

Die Entscheidung sei einvernehmlich durch einen Ausschuss bestehend aus Mitgliedsvereinen des SKG, Kirchengemeinden und Pfadfinderbeteiligten getroffen worden. „Alle waren sich einig, dass wir den Weihnachtsmarkt unter den gegebenen Bedingungen absagen müssen“, erklärt er abschließend.