BYC-NewsMainzVerkehr MainzWarum die Mainzer Linien 50, 52 und 53 bald im Depot bleiben

Warum die Mainzer Linien 50, 52 und 53 bald im Depot bleiben

Großbaustelle in der Oberstadt: Ab den Sommerferien kein Bahnverkehr nach Hechtsheim – Schienenersatzverkehr geplant.

Nachrichten Mainz Verkehr – Fahrgäste der Mainzer Mobilität müssen im kommenden Sommer viel Geduld mitbringen. Die wichtigen Mainzer Linien in Richtung Hechtsheim werden für mehrere Monate nicht fahren. Grund sind massive Sanierungsarbeiten an der über 40 Jahre alten Infrastruktur sowie ein umfassender barrierefreier Ausbau der Haltestellen.

Startschuss in den Sommerferien

Die Sperrung beginnt pünktlich mit dem Start der hessischen und rheinland-pfälzischen Sommerferien 2026. Während der Bauphase, die sich bis weit in den Herbst ziehen wird, verkehrt keine Straßenbahn durch die Oberstadt nach Hechtsheim. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen wird eingerichtet. Nach aktuellen Planungen der Mainzer Mobilität sollen die Ersatzbusse ab der Haltestelle „Am Gautor“ starten, wobei die finale Abstimmung noch aussteht.

Sanierung nach 40 Jahren Betrieb

Die Maßnahme ist laut Mainzer Mobilität unumgänglich. „Teile der Gleise und Fahrleitungen sind seit über 40 Jahren in Betrieb“, erklärt Pressesprecher Michael Theurer. Punktuelle Reparaturen seien wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll.

Die Schwerpunkte der Mainzer Linien Sanierung:

  • Gleiserneuerung: Zwischen Mühldreieck und Dornsheimer Weg sowie von der Berliner Straße bis zum Jägerhaus.

  • Fahrleitungen: Komplette Modernisierung der elektrischen Anlagen.

  • Weichenbau: Austausch veralteter Weichenanlagen für einen sichereren Betrieb.

Haltestellen werden fit für die Zukunft

Parallel zu den Gleisarbeiten werden mehrere Stationen zwischen dem Pariser Tor und dem Bürgerhaus Hechtsheim grundlegend modernisiert. Betroffen sind die Haltestellen Pariser Tor, Berliner Siedlung, Kurmainz-Kaserne, Mühldreieck und Dornsheimer Weg.

Um für die neuen, längeren Straßenbahngenerationen gerüstet zu sein, werden die Bahnsteige auf 45 Meter verlängert. Für einen barrierefreien Einstieg werden die Kanten erhöht. Zudem erhalten alle Stationen:

  • Ein taktiles Blindenleitsystem

  • Neue Fahrgastunterstände und digitale Anzeigetafeln (DFI)

  • Verbreiterte Bahnsteige (insbesondere an Schulstandorten)

Obwohl der Schienenersatzverkehr die Fahrzeit für Pendler verlängern wird, verspricht die Mainzer Mobilität nach Abschluss der Arbeiten einen deutlich komfortableren und störungsfreieren Betrieb auf der Hechtsheimer Schiene.

Artikelempfehlung: So sieht die Wunsch-Mobilität der Mainzer Einzelhandels-Kunden aus

ABONNIERE UNS IN DEN SOZIALE MEDIEN