Warum dem Rheingau ein Verkehrskollaps droht – In der zweiten Jahreshälfte 2026 fahren auf der rechten Rheinschiene keine Züge, denn dann wird gebaut. Die Pendlerinnen und Pendler sowie die Schülerinnen und Schüler sind dann auf einen gut funktionierenden Schienenersatzverkehr mit Bussen angewiesen. Nun hat die Deutsche Bahn ihre Pläne vorgestellt und lässt mehrere unterschiedlich konzipierte Linien fahren: Linien, die viele Haltestellen anfahren, und Schnelllinien, die nur wenige Haltepunkte haben. Außerdem soll es Verstärkung im Schülerverkehr geben.
Entsteht im Rheingau ein Verkehrskollaps? Es muss ein Testlauf her
Den Rheingauer Bürgermeistern entlang der Bahnlinie, denen der Liniennetzplan des Schienenersatzverkehrs nun vorgestellt wurde, ist die Planung der Bahn zu wenig mit den Kommunen vor Ort abgestimmt. „Wir kennen vor Ort am besten die Knackpunkte und Engstellen im Verkehr und auch die Bedarfe der Pendelnden und der Schülerinnen und Schüler“, erklären die Rheingauer Bürgermeister unisono. „Den Schülerverkehr getrennt zu denken oder zumindest in den fraglichen Zeiträumen eine Verstärkung der Busse einzusetzen, halten wir für richtig“, so die Rathauschefs. Der Schienenersatzverkehr müsse jedoch im Echtbetrieb unbedingt vorab getestet werden. „Ein funktionierender Schüler- und Pendlerverkehr muss uns das wert sein“, betonen die Bürgermeister von Lorch bis Walluf.
Der konkrete Vorschlag aus den Rathäusern:
Zwischen Oster- und Sommerferien einen Testlauf für den Echtbetrieb anzubieten. „Denn dann haben wir die Möglichkeit, aus den Erfahrungen zu lernen und gemeinsam nachzusteuern.“ – Alles, damit der Schüler- und Pendlertransport in der zweiten Jahreshälfte gut läuft. Die Rathauschefs werfen ein weiteres Argument in die Diskussion: In den Kommunen können sie durch temporäre Sperrung von Parkflächen für einen besseren Verkehrsfluss sorgen. „Dazu sollte aber mit uns gesprochen werden, denn die Linienführung des Schienenersatzverkehrs liegt uns im Detail nicht vor.“
Außerdem denken die Bürgermeister sehr konkret über einen Plan B für ein Hochwasserereignis in dieser Zeit nach. „Die Menschen im Rheingau wissen sehr genau, was das heißt und was dann auf uns zukommt“, erklären die Verwaltungschefs. Auch darüber wollen sie mit den Planern bei der Bahn sprechen, um auf diesen Fall gut vorbereitet zu sein. „Nur läuft uns mittlerweile die Zeit davon“, appellieren die Bürgermeister, „wir wollen gerne gemeinsam an der bestmöglichen Lösung für alle Betroffenen arbeiten, um Chaos zu vermeiden.“
DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN:





