Mit der Angst einer 80-Jährigen aus Mörfelden-Walldorf hätten Betrüger beinahe 60.000 Euro erbeuten können. Am Donnerstagmittag (05. Mai 2022) klingelte das Telefon bei der alten Dame. Lediglich ihr leerer Telefonakku bewahrte sie vor einem großen finanziellen Verlust.


Tochter angeblich in tödlichen Unfall verwickelt

Der Anrufer, der sich als Polizist ausgegeben hatte, erklärte der älteren Frau, ihre Tochter sei in einen schweren Unfall verwickelt gewesen, bei dem ein Mensch zu Tode gekommen sei. Um eine Haftstrafe abzuwenden, seien angeblich 60.000 Euro fällig. Vor lauter Sorge und Angst war die Seniorin bereit, das Geld zu zahlen.

Die Dame beschaffte den Betrag und wurde anschließend angewiesen, mit ihrem schnurlosen Haustelefon in eine Nachbarstraße zu gehen. Dort sollte sie auf den Geldabholer warten. Glücklicherweise war der Akku des Telefons zu schwach sodass, dass Telefon sich ausschaltete. Weil die Seniorin an Ort und Stelle keine Person fand, der sie das Geld übergeben konnte, ging sie zu einem Nachbarn. Von dort aus rief sie selbst bei der Polizei an, wodurch der Schwindel aufflog.

Warnung der Polizei an die Bürger:

  • Betrüger sind es nicht müde, diese oder ähnliche Geschichten über das Telefon zu erzählen. Bewusst werden ältere Menschen an der Bergstraße, im Odenwald, in Darmstadt und Umgebung sowie im Kreis Groß-Gerau angerufen und mit deren Ängsten gespielt, um an Geld und Wertsachen zu kommen.
  • Lassen Sie sich nicht verunsichern und in Angst und Schrecken versetzen
  • Rufen Sie sofort bei der Person an, um die es geht oder melden sie sich umgehend bei der Polizei
  • Übergeben Sie unter keinen Umständen Geld oder Wertsachen an fremde Personen
  • Um für die Zukunft weniger in den Fokus von Telefonbetrügern zu geraten, können Sie sich überlegen, ob es tatsächlich wichtig ist, weiterhin mit der Berufsbezeichnung, dem Vornamen und /oder der Wohnadresse im Telefonbuch zu stehen. Betrüger nutzen diese Daten, um gezielt ältere Menschen anzurufen.