Nach den Arbeitsniederlegungen in Frankfurt in dieser Woche erreicht die Streikwelle nun erneut die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Wie die Gewerkschaft Verdi offiziell mitgeteilt hat, sind die rund 1.200 Beschäftigten der ESWE Verkehrsgesellschaft aufgerufen, am Freitag die Arbeit niederzulegen. Der Bus-Warnstreik in Wiesbaden soll mit der ersten Frühschicht am Freitagmorgen beginnen und erst mit dem Ende der letzten Schicht in der Nacht zum Samstag auslaufen. Da die ESWE das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs bildet, müssen sich Fahrgäste auf weitreichende Ausfälle einstellen.
Hintergrund: Tarifstreit um bessere Arbeitsbedingungen
Es ist bereits der vierte Streiktag im laufenden Konflikt um den Manteltarifvertrag Nahverkehr Hessen (TV-N). Im Kern geht es Verdi nicht nur um eine finanzielle Besserung, sondern vor allem um attraktivere Arbeitsbedingungen, wie zusätzliche Urlaubstage, gerechtere Eingruppierungen und höhere Zuschläge. Da die letzte Verhandlungsrunde ergebnislos verlief, soll der Bus-Warnstreik in Wiesbaden die Position der Arbeitnehmer vor dem nächsten Termin am 24. Februar stärken
Update Mitteilung ESWE Verkehr von 10:00 Uhr: ESWE Verkehr aus Wiesbaden wird von Freitag, 20.2., 4 Uhr, bis Samstag, 21.2.2026, 4 Uhr, bestreikt. Dadurch kommt es zu Ausfällen und Änderungen auf den Linien 6, 33 und 74. Die Linien 9 und 28 sind nicht bzw. nur geringfügig betroffen.
Diese Linien fahren trotz des Streiks
Obwohl der Großteil des städtischen Netzes stillstehen wird, gibt es Hoffnung für einige Pendler. Da nicht alle Linien im Wiesbadener Stadtgebiet von der ESWE betrieben werden, bleiben bestimmte Verbindungen – primär solche des RMV oder privater Subunternehmer – voraussichtlich in Betrieb. Erfahrungsgemäß betrifft dies folgende Linien:
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Stadtlinien: 5, 28, 39 und 46
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Schnellbusse: X26, X72, X76 und X79
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Regionalverkehr: Viele Busse, die aus dem Taunus oder dem Umland nach Wiesbaden hineinfahren, sind nicht direkt vom Streik betroffen.
Dennoch warnt die Verkehrsgesellschaft davor, dass es auf diesen verbleibenden Linien aufgrund des erhöhten Fahrgastaufkommens zu extremer Überfüllung und Folgeverspätungen kommen kann.
Empfehlungen für Fahrgäste
Fahrgästen wird dringend geraten, sich vor Fahrtantritt über die digitalen Kanäle der ESWE oder des RMV zu informieren. Da der Bus-Warnstreik in Wiesbaden nahezu den gesamten Freitag umfasst, sollten Pendler, wenn möglich, auf das Fahrrad umsteigen, Fahrgemeinschaften bilden oder auf die S-Bahnen und Regionalzüge ausweichen, die von diesem spezifischen Streikaufruf nicht betroffen sind.
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