In Teilen der Wiesbadener Innenstadt gilt ab sofort ein vorsorgliches Abkochgebot für Trinkwasser. Hintergrund sind Trinkwasserkontrollen in der näheren Umgebung des Kurhauses, bei denen das Bakterium Pseudomonas aeruginosa festgestellt wurde. Die entsprechenden Ergebnisse liegen seit Freitag, 25. September, vor. Weitere Trinkwasserproben aus der Umgebung der Innenstadt sowie aus allen anderen Stadtteilen waren nach Angaben der Stadt unauffällig.
Leitungswasser in den betroffenen Wiesbadener Gebieten nur abgekocht verwenden
Die Wasserversorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (WLW) und ESWE Versorgung als Netzbetreiber rufen aufgrund einer Verfügung des Gesundheitsamtes Wiesbaden dazu auf, das Leitungswasser im betroffenen Gebiet bis auf Weiteres vor der Nutzung abzukochen.
Das abgekochte Wasser muss verwendet werden:
- zum Trinken
- für die Zubereitung von Speisen und Getränken
- für die Reinigung von Wunden
- für das Zähneputzen
Das Wasser sollte dafür einmal sprudelnd aufgekocht und anschließend mindestens zehn Minuten abgekühlt werden. Aus praktischen Gründen empfiehlt die Stadt die Verwendung eines Wasserkochers.

Besondere Vorsicht für bestimmte Personengruppen
Für Menschen mit speziellen Risikofaktoren gelten zusätzliche Empfehlungen. Sie sollten das Wasser vorsorglich auch zum Händewaschen und Duschen nur abgekocht verwenden.
Personen ohne spezielle Risikofaktoren können das Leitungswasser weiterhin zum Händewaschen und Duschen nutzen.
Für die Toilettenspülung kann das Wasser von allen Personen weiterhin uneingeschränkt verwendet werden.
Welche Personengruppen zu den besonderen Risikogruppen zählen und welche weiteren Schutzmaßnahmen empfohlen werden, erläutert die Stadt in einem FAQ.
Leitungsnetz wird gespült und mehrfach kontrolliert
Die WLW arbeiten nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Gesundheitsamt daran, die Ursache für die Verunreinigung zu ermitteln und dauerhaft zu beseitigen.
In den betroffenen Bereichen des Leitungsnetzes werden Spülungen durchgeführt. Zusätzlich sollen mehrmals pro Woche Trinkwasserproben an zahlreichen Probenahmestellen untersucht werden.
Die Stadt, WLW und ESWE Versorgung wollen laufend über die weitere Entwicklung informieren. Sobald das Abkochgebot aufgehoben werden kann, soll dies ebenfalls über die städtischen Webseiten, Social-Media-Kanäle und die lokalen Medien bekannt gegeben werden.
Stadtfest und Herbstmarkt finden statt
Trotz des Abkochgebots sollen das Stadtfest, der Herbstmarkt und das Erntedankfest wie geplant stattfinden. Nach Angaben der Stadt kann das benötigte Wasser bei den Veranstaltungen durch den Einsatz spezieller Filter genutzt werden.
Für Rückfragen stehen die Wasserversorgungsbetriebe der Landeshauptstadt unter 0611 7802201 sowie das Gesundheitsamt unter 0611 312828 zur Verfügung.







