Finanzielle Schadenersatzforderungen sollten nie auf die leichte Schulter genommen werden, denn im schlimmsten Fall können sie einem Unternehmen das Genick brechen. Aus diesem Grund ist es ein Muss, vorbereitet zu sein und hierfür gibt es keine bessere Möglichkeit als den Abschluss von Versicherungen. Eine dieser Versicherungen ist die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, welche dann einspringt, wenn echte Vermögensschäden verursacht werden. In diesem Artikel möchten wir uns damit befassen, wann eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung eigentlich sinnvoll ist, welche Vorteile sie mit sich bringt und was für Schäden sich abdecken lassen.

Gerade bei beratenden Berufen darf eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nicht fehlen

Der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist insbesondere bei aufsichtsführenden, begutachtenden und beratenden Berufen sinnvoll. Das liegt daran, dass eine Falschberatung zu erheblichen finanziellen Schäden bei Kunden führen kann und selbst Experten gelegentlich Situationen falsch einschätzen. Entsprechende Berufe finden sich in allen Branchen und neben Unternehmen sollten auch Freiberufler sowie Selbstständige über eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nachdenken. Im Bereich der Wirtschaft sind es beispielsweise Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die aufgrund ihrer beruflichen Situation einer Absicherung bedürfen. Bei der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung handelt es sich übrigens nicht immer um eine freiwillige Versicherung. Bei besonders risikoreichen Berufen ist ihr Abschluss sogar erforderlich, um die Tätigkeit ausüben zu dürfen. Eine Versicherungspflicht besteht unter anderem bei:

  • Ärzten
  • Gutachtern
  • Immobilienmaklern
  • Ingenieuren
  • Notaren
  • Rentenberatern
  • Steuerberatern

Zudem gibt es einige Berufe, bei denen eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung zwar nicht zwingend erforderlich, aber sehr nahezulegen ist. Ein Beispiel für einen solchen Beruf wäre der des IT-Dienstleisters. IT-Dienstleistungen sind mit hohen Risiken verbunden und theoretisch kann es sogar zu Schadenersatzansprüchen in Höhe von mehreren Hunderttausend oder gar Millionen Euro kommen. Ohne eine Vermoegensschadenhaftpflichtversicherung kann das schnell den finanziellen Ruin bedeuten.

Vorteile einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Wie eine private Haftpflichtversicherung birgt auch die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung eine Reihe von Vorteilen. Im Folgenden die wichtigsten Gründe für einen Abschluss:

  • Absicherung vor sehr hohen Schadenersatzforderungen
  • Flexibilität bei der Selbstbeteiligung
  • Hohe Versicherungssummen bis mehrere Millionen Euro
  • Versicherung aller Mitarbeiter
  • Versicherung aller Tätigkeiten
  • Versicherung von Eigenschäden

Diese Vorteile zeigen gut auf, wie sinnvoll der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist. Wer ein hohes berufliches Risiko trägt, sollte infolgedessen besser nicht auf sie verzichten.

Welche Schäden durch eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgedeckt sind

Natürlich kann auch eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nicht alle Arten von Schäden abdecken – gegebenenfalls ist der Abschluss weiterer Versicherungen erforderlich. Eine Vermögensschadenhaftpflicht hilft unter anderem bei durch verpasste Deadlines erlittene Umsatzeinbußen, Umsatzausfälle durch fehlerhafte Dienstleistungen, falsche geschäftliche Entscheidungen aufgrund einer Fehlberatung und Verletzungen des Urheberrechts. Wann die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung letztendlich einspringt, hängt jedoch stark von dem jeweiligen Versicherer ab. Es ist daher wichtig, die individuellen Leistungen vor Abschluss der Versicherung abzuklären. Nicht selten gibt es Sonderfälle, bei denen der Versicherungsschutz nicht greift. Ein klärendes Gespräch ist infolgedessen ein Muss.