Er soll mehrere Jugendliche betäubt und vergewaltigt haben. Diese schweren Vorwürfe werden nun gegenüber Sven B., dem ehemaligen Jugendtrainer des hessischen Fußball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden gemacht.


Vergewaltigung von mindestens sieben Jungen

Seit dem 9. Dezember sitzt der Trainer wegen des Verdachts der Vergewaltigung, des sexuellen Missbrauchs und des Herstellens von jugendpornografischen Schriften in Untersuchungshaft. Er steht im Verdacht, Jugendliche zunächst betäubt und in der Folge vergewaltigt zu haben. Das soll die Staatsanwaltschaft und der Fußballverein laut Medienberichten bereits bestätigt haben.

Bereits am 27. Oktober sollen Ermittler die Wohnung von Sven B. sowie seine Spinde und Schränke in den Räumen des Clubs durchsucht haben. Dabei stellten die Beamten mehrere Speichermedien sicher. Auf einem Handy sollen die Ermittler Videos gefunden haben, welche die Vergewaltigung von insgesamt sieben Jungen zeigten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Täter seine Opfer zuvor mit Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln in einen Zustand der Besinnungslosigkeit versetzt haben, um die Vergewaltigungen durchzuführen.

Unklar war zunächst, ob es sich bei den betroffenen Jugendlichen um Jugendspieler des Vereins handelt. Dies muss noch geklärt werden. Der Jugendtrainer, der bereits bei mehreren Vereinen im Rhein-Main-Gebiet tätig war, soll schon zwischen 2007 und 2014 zwei Jugendliche sexuell missbraucht haben. Eines der Opfer von damals soll sich nun offenbart haben.

SV Wehen Wiesbaden reagierte sofort

„Es handelt sich um einen für unseren Verein gravierenden und belastenden Vorgang. Zumal wir von solchen Dingen bislang glücklicherweise verschont geblieben sind“, soll der SV Wehen Wiesbaden dazu geschrieben haben. Als die Vorwürfe bekannt wurden, habe man den Jugendtrainer sofort freigestellt und dann fristlos entlassen. Der Verein betonte, dass man „von Beginn an und vollumfänglich bis zum heutigen Tag eng und vertrauensvoll mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet“ habe.