Um den Busverkehr in der Landeshauptstadt Wiesbaden attraktiver zu gestalten, wurde auf der Mainzer Straße stadteinwärts die Busspur verlängert. Sie liegt auf dem Abschnitt zwischen Gartenfeldstraße und Gustav-Stresemann-Ring. Zugleich wurde Nahe dem hessischen Umweltministerium in beiden Fahrtrichtungen eine neue Bushaltestelle „Mainzer Straße/1. Ring“ eröffnet. Pünktlich zum hessischen Schulbeginn werden diese ab sofort von den Buslinien 3, 6, 22 (nur stadteinwärts), 33, 34, 43 und 49 von ESWE Verkehr angefahren.



Verkehrsdezernent Andreas Kowol dazu

„Mit diesen beiden Maßnahmen sorgen wir sowohl für eine bessere ÖPNV-Anbindung der Arbeitsplätze in diesem Gebiet als auch für eine Busbeschleunigung auf einer wichtigen Verkehrsachse. Ab sofort kommen so jeden Werktag Busse auf rund 450 Fahrten, unabhängig vom restlichen Verkehrsaufkommen, hier noch besser voran. Besonders jetzt, während der Sperrung des Hauptbahnhofs, hilft das den Pendlerinnen und Pendlern, um schneller zu den Ersatz-Bahnhöfen Wiesbaden-Ost und Mainz-Kastel zu gelangen“, erklärt Verkehrsdezernent Andreas Kowol.

ESWE Verkehr, der Mobilitätsdienstleister der Landeshauptstadt Wiesbaden, entspricht mit der neuen Haltestelle einem Beschluss des Ortsbeirates Südost. Ziel ist es, viele Arbeitsplätze an Mainzer Straße und Gustav-Stresemann-Ring aus allen Richtungen besser mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu erschließen.

Anreiz, öfter auf den Bus umzusteigen

„Mit der Schaffung dieser neuen Bushaltestelle auf der sehr zentral gelegenen Mainzer Straße setzen wir als Mobilitätsdienstleister gerne den Wunsch des Ortsbeirats Südost um. Wir sind zugleich davon überzeugt, dass die neue Haltestelle für eine ganze Reihe von Pendlern ein gutes Argument liefert, häufiger auf den Bus umzusteigen. Da auch die Umstellung unserer Busflotte auf lokal emissionsfreie Antriebstechnologien immer weiter voranschreitet, kann die Landeshauptstadt Wiesbaden wieder ein Stück mehr aufatmen“, erklärt Jörg Gerhard, Geschäftsführer von ESWE Verkehr.

Die neue Haltestelle wurde am 30. August 2021 in Betrieb genommen. Zunächst ist ein sogenannter Probebetrieb geplant. Dabei testet der Mobilitätsdienstleister, wie gut die neue Haltestelle von den Fahrgästen angenommen wird und wie sich die Nachfrage dort entwickelt. Der Probebetrieb läuft zunächst bis zum 10. Dezember 2023. Er gibt die Möglichkeit zu analysieren, wie sich die Fahrtzeiten für die betroffenen Buslinien von ESWE Verkehr durch die neue Haltestelle verändern. Im Probebetrieb kann dann zum Beispiel bei einem Fahrplanwechsel nachgesteuert und Fahrtzeiten weiter optimiert werden. Da alle Beschäftigten des Landes Hessen sowie der Landeshauptstadt Wiesbaden ein für sie kostenfreies Jobticket zur Verfügung gestellt bekommen, ist die Erwartung, dass die neue Haltestelle an der Mainzer Straße gut angenommen wird.

Zwischen der Welfenstraße und dem Wiesbadener Hauptbahnhof gab es bisher keine Bushaltestelle. Mit der neuen Haltstelle steigt auch der Nutzwert der beiden neu geschaffenen Park+Ride-Parkplätze am Stadteingang im Süden der Mainzer Straße. Konkret wird nun auch das hessische Umweltministerium, das Statistische Bundesamt, Teile der Stadtverwaltung am Gustav-Stresemann-Ring und zwei große neue Hotels, verkehrlich besser angebunden.



Priska Hinz dazu

Priska Hinz, Hessische Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, begrüßt die Neuerung: „Ich finde es toll, dass unser Haus mit der neuen Haltestelle direkt mit dem Wiesbadener und Mainzer ÖPNV verbunden ist. Das bietet Besucherinnen und Besuchern des Umweltministeriums die Möglichkeit, auf klimafreundlichem Weg anzureisen und quasi direkt vor dem Eingang auszusteigen. Auch die Beschäftigten im Ministerium freuen sich sehr über diese neue Anbindung.“

Maßnahme des Luftreinhalteplans zur Busbeschleunigung

Die Einrichtung der Busspur zwischen Gartenfeldstraße und Gustav-Stresemann-Ring ist eine Maßnahme des Luftreinhalteplans zur Busbeschleunigung. Der Umstieg vom Auto auf den ÖPNV soll so attraktiver gemacht werden. Die Busspur ist als Umweltspur auch für den Radverkehr freigegeben. Damit kann eine wichtige Lücke im Hauptnetz geschlossen werden. Bislang wurde der Radverkehr auf diesem Abschnitt ausschließlich auf dem für den Radverkehr freigegebenen Gehweg entlang der Mainzer Straße geführt. Das hat vor allem schnellere Radfahrende, aufgrund der beengten Verhältnisse und dem Fußverkehrsaufkommen, keine ideale Situation dargestellt. Zugleich wurde die Verkehrsinsel am Knotenpunkt Mainzer Straße/Gustav-Stresemann-Ring für den geradeaus fahrenden Radverkehr umgestaltet.

Weitere Informationen und die digitale Fahrplanauskunft des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) unter: www.eswe-verkehr.de. Persönliche Auskünfte zum Fahrplan erhalten Fahrgäste in der Mobilitätszentrale von ESWE Verkehr in der Marktstraße 10 sowie in den beiden Mobilitätsinfos am Hauptbahnhof (Bussteig A) und am Luisenplatz (Bussteig B).