Die dem türkischen Staat unterstellte Religionsgemeinschaft Ditib hat den Historiker Ahmet Simsirgil zu einer Veranstaltung eingeladen. Der ist bekannt durch seine Nähe zu Staatschef Recep Erdogan sowie seine Homosexuelle abwertenden Äußerungen – die Landesregierung verurteilt diese Einladung und kündigt Gespräche mit der Gemeinschaft an. Es geht um die künftige Zusammenarbeit und damit auch um islamischen Religionsunterricht.
Die rheinlandpfälzische CDU hatte das Thema zuerst aufgebracht. Ihre Landesvorsitzende Julia Klöckner kritisiert die Einladung Simsirgils: „Herr Simsirgil bezeichnet Homosexualität als Krankheit, sieht Israel als ‚Terrorstaat“ und geißelt die ‚globale Zinslobby‘. Auch begrüßt er den türkischen Ausstieg aus der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.“
Ihn einzuladen, muss aus Klöckners Sicht Konsequenzen für die Zusammenarbeit zwischen Land und Ditib haben: Das Land dürfe nicht so tun, als sei nichts gewesen. Wer jemanden wie Simsirgil einlade, könne kein Partner des Landes sein. „Islamischen Religionsunterricht stellen wir nicht in Frage, aber er muss unabhängig sein und darf nicht den freiheitlich-demokratischen Grundwerten widersprechen“, sagt Klöckner und verweist auf das Land Hessen. Das habe die Kooperation mit dem Moscheeverband beendet.
Aus für islamischen Religionsunterricht möglich
Land will mit Ditib reden
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