Auf der Insel Nonnenau in Ginsheim-Gustavsburg zieht ein neues Urban Gardening-Projekt alle Blicke der Besucher auf sich. An diesem Mittwoch (19. Mai 2021) wurde das Projekt im Rahmen eines Pressetermins vorgestellt. BYC-News war vor Ort.

Die Insel verschönern und Müll vermeiden

Julia Adrian und Mortiz Schneider, die beide gemeinsam auf der Insel leben nahmen an dem Fördergeldprojekt „Urban Gardening“ der Stadt Ginsheim-Gustavsburg teil und reichten ihre Idee für eine „Beetwand“ ein. „Wir wohnen seit 1,5 Jahren hier auf der Insel. Wir haben bei dem Projekt mitgemacht, weil wir die Insel Nonnenau gerne etwas grüner gestalten wollen. Uns ist auch aufgefallen, dass wir bei Spaziergängen immer mal wieder Müll und vor allem Pfandflaschen hier gefunden haben. So kamen wir auf die Idee zur Beetwand und haben diese dann bei der Stadt Ginsheim-Gustavsburg eingereicht. Nachdem wir die Zusage hatten, begannen wir die Flaschen einzusammeln, die wir auf unseren Wegen fanden und schließlich mit dem Bau begonnen. Menschen die währenddessen vorbei kamen zeigten großes Interesse. Einige Kinder halfen sogar und sammelten Flaschen“, erklärt Julia Adrian.

In den Flaschen der Beetwand befinden sich unter anderem Wildkräuter und Kapuzinerkresse. Besucher sind gerne dazu eingeladen, etwas davon abzuernten und sich beispielsweise ihr Picknick damit zu verfeinern, erklären Julia Adrian und Moritz Schneider, die sich auch weiterhin um die Pflege und die Bepflanzung kümmern werden. Künftig seien auch noch andere Gewächse wie beispielsweise Erdbeeren oder Snack-Gurken für die Beetwand geplant. „In anderen Plastikflaschen befinden sich Bienenblumen, weil wir eben auch etwas für die Bienen hier auf der Insel tun wollten“, sagt Julia Adrian. Die Umsetzung des Projektes auf der Nonnenau kostete rund 200 Euro.

Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha dazu

„Alle eingereichten Projekte gingen zunächst in die Stadtverordnetenversammlung. Insgesamt gab es nur vier Projekte, die die Fördersumme von insgesamt 4.000 Euro nicht überschritten haben. Deshalb war für uns recht schnell klar, dass diese vier Projekte den Zuschlag erhalten. Darunter eben auch das von Julia Adrian und Moritz Schneider“, erklärt der Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha.

Grundsätzlich ist „Urban Gardening“ ein Projekt, bei dem Initiativen von Bürgern oder Vereinen die Möglichkeit erhalten Gartenbau auf öffentlichen Flächen zu betreiben. Eingebracht wurde die Idee zu dem Projekt ursprünglich von der SPD Ginsheim-Gustavsburg.