Der kriegerische Überfall auf die Ukraine nimmt bewusst und kalkuliert auch Tod, Traumata und menschliches Leid für die dortige Zivilbevölkerung in Kauf. Viele verletzte Menschen werden kriegsbedingt im eigenen Land keine adäquate Gesundheitsversorgung erfahren können. Die internationale Solidarität in Europa will und muss humanitäre Hilfe für die Betroffenen zur Verfügung stellen.


Landesärztekammer, Landeskrankenhausgesellschaft und Kassenärztliche Vereinigung bieten Unterstützung an

„Wir sind überzeugt, dass sich auch Rheinland-Pfalz daran beteiligen sollte“, betont der Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz (LÄK RLP), Dr. Günther Matheis. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Vorstands der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP), Dr. Peter Heinz, und dem Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz (KGRP), Andreas Wermter, hat er sich in einem Brief an die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und den Gesundheitsminister Clemens Hoch gewandt und die Unterstützung der Institutionen angeboten.

Nachdem bereits die Bundesärztekammer und die Deutsche Krankenhausgesellschaft Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sowie Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach Hilfe angeboten haben, gibt es dieses Bestreben auch auf Landesebenen.

Im Schreiben an die rheinland-pfälzische Landesregierung heißt es: „Wir möchten dieses Hilfsangebot auch dezidiert für Rheinland-Pfalz zum Ausdruck bringen. Hier sind bereits intensive Gespräche mit möglichen Verfahrensbeteiligten im ambulanten Setting und im stationären Bereich im Gange.“ LÄK RLP, KGRP und KV RLP bitten Dreyer und Hoch um eine frühzeitige Abstimmung für die konkrete Organisation und Patientenverteilung im Land sowie für die finanzielle Absicherung möglicher Hilfsangebote.