StartRhein-SelzÜber 1 Mio. Euro für Kita-Ausbau in Oppenheim

Über 1 Mio. Euro für Kita-Ausbau in Oppenheim

Oppenheim macht seine Kitas fit für den Ganztagsbetrieb

Ferienzeit ist Bauzeit – dieses Motto gilt in diesem Sommer in ganz besonderem Maße für die Kindertagesstätten in Oppenheim. Die Stadt investiert im laufenden Jahr 2026 in erheblichem Umfang in die Modernisierung und Zukunftsfähigkeit ihrer pädagogischen Einrichtungen. Ziel der Großinvestition ist es, die Kitas an moderne Standards anzupassen und die gesetzlichen Vorgaben des rheinland-pfälzischen Kita-Zukunftsgesetzes vollumfänglich umzusetzen. Dieses sieht unter anderem feste Schlafmöglichkeiten für alle Krippenkinder sowie eine warme Mittagsverpflegung für alle Ganztagskinder vor.

Fakten zum Kita-Ausbau:

    • Was: Ausbau der Kindertagesstätten Gänsaugraben und Herrnweiler
    • Wann: Die Arbeiten laufen bereits auf Hochtouren
    • Maßnahmen:
      • Gänsaugraben: Neuer zweigeschossiger Anbau für mehr Platz, einen Schlafraum für die Kinder und einen Pausenraum für die Mitarbeiter sowie eine Erweiterung der Küche und die Umstellung von Erdgas auf Wärmepumpen
      • Hernnweiler: Küchenumbau und Umstellung auf eine neue hybride Heizungsanlage
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Die Baumaßnahmen in den Kitas in Oppenheim im Detail

„Das gute Angebot in unseren Kitas ist eine wichtige Stütze für unsere Familien in Oppenheim“, betont Stadtbürgermeisterin Silke Rautenberg die Tragweite der Maßnahmen. Mit den baulichen Veränderungen schaffe die Stadt die Voraussetzungen für eine weiterhin qualitativ hochwertige pädagogische Betreuung und mache die ursprünglich als Halbtageseinrichtungen konzipierten Gebäude dauerhaft ganztagsfähig. Mit einem Gesamtvolumen von mehr als einer Million Euro handelt es sich um die größte städtische Investition des Jahres.

Die Herausforderung, die Baumaßnahmen teilweise im laufenden Betrieb zu koordinieren, ist für alle Beteiligten enorm. Dennoch laufen die Arbeiten in den beiden städtischen Einrichtungen auf Hochtouren:

Kindertagesstätte Gänsaugraben: Auf der Ostseite der Einrichtung entsteht derzeit ein zweigeschossiger Anbau, der bis zum Ende des Jahres fertiggestellt sein soll. Er schafft Platz für einen neuen, dringend benötigten Schlafraum für die Kleinsten sowie einen neuen Pausenraum für die Beschäftigten. Die Erweiterung der Küche ist bereits abgeschlossen. Parallel dazu ging die Stadt einen großen Schritt in Richtung Klimaneutralität: Die Energieversorgung wurde von Erdgas auf zwei hochmoderne Wärmepumpen umgestellt, was sowohl die CO2-Bilanz als auch die Versorgungssicherheit der Einrichtung deutlich verbessert.

Kindertagesstätte Herrnweiher: Hier ist der großflächige Küchenumbau im Bestandsgebäude derzeit noch in vollem Gange, um künftig allen Kindern ein warmes Mittagessen anbieten zu können. Auch in dieser Einrichtung investiert die Stadt parallel in moderne Umwelttechnik. Das Gebäude wird auf eine neue hybride Heizungsanlage umgerüstet, bei der eine Wärmepumpe die Grundversorgung übernimmt, während ein Gaskessel für die Absicherung an kalten Spitzenlasttagen bereitsteht.

Finanzielle Unterstützung durch Fördergelder

Die enormen finanziellen Anstrengungen muss die Stadt Oppenheim nicht komplett im Alleingang stemmen. Für die zukunftsorientierten Umbauarbeiten fließen erhebliche Fördermittel in die Stadtkasse.

So erhält die Stadt 476.000 Euro aus dem „Sonderprogramm Kita-Bau 2024“ des Landes Rheinland-Pfalz. Weitere 111.013 Euro stammen aus dem KIPKI-Mittelkontingent, das gezielt für kommunale Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt wird und die Installation der neuen, umweltschonenden Heizsysteme ermöglicht. Stadtbürgermeisterin Rautenberg zeigt sich dankbar für die gute Kooperation aller Beteiligten, die trotz der temporären Einschränkungen während der Bauphase Hand in Hand an der Zukunft der Oppenheimer Kinderbetreuung arbeiten.

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