Schon seit vielen Jahren war geplant, die beiden Stadtteile Ginsheim und Gustavsburg mit dem ÖPNV zu verbinden, wenn die Unterführung geöffnet ist. Jetzt, wo der Verkehr endlich durch die Unterführung rollt, sollen Bushaltestellen beidseitig in der Hermann-Löns-Allee auf Höhe der Gustav-Adolf-Straße entstehen. Doch die beiden Stadtteile über die Linie 54 zu verbinden, wird wohl nicht möglich sein. BYC-News sprach mit dem Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha darüber.


Linie fährt aktuell bis zum Bahnhof Gustavsburg

„Zunächst geht es doch um die Frage, wie die freien zeitlichen Kapazitäten der Linie 54 genutzt werden können, um eine Verbindung durch die Bahnunterführung in Richtung Ginsheim anbieten zu können, die für unsere Stadt kostenlos ist. Hintergrund ist, dass die Linie 54, die bis Mitte Dezember 2019 noch in Kostheim endete, zunächst bis zum Bahnhof in Gustavsburg weitergeführt werden konnte. Dort stand der Bus dann für 25 Minuten. Abzüglich der Pausenzeit von 8 Minuten war noch eine weitere Kapazität der Linie von 17 Minuten vorhanden. Die LNVG hat daraufhin Überlegungen angestellt, wie diese Zeit so genutzt werden kann, dass sie für die LNVG wirtschaftlich ist und auch mit den Interessen der städtischen Politik im Einklang steht. Dass die zeitliche Kapazität von 17 Minuten nicht ausreicht, um bis in den Stadtteil Ginsheim hineinzufahren und dabei noch Haltestellen zu bedienen, hat die LNVG im Bauausschuss Anfang November eingehend erläutert.

Fahrt durch das Industriegebiet ist möglich

Die Planung der LNVG habe ergeben, dass folgende Streckenführung möglich wäre: „Nach der Haltestelle am Bahnhof würde der Bus zur Haltestelle an der Unterführung fahren. Anschließend weiter ins Gewerbegebiet ins Weiherfeld. Hier würde der Bus einen Halt bei Isuzu einlegen. Nach einem U-Turn im ersten Teilabschnitt der Straße würde der Bus rechts abbiegen in Richtung Aral Tankstelle und dort links Richtung Bischofsheim fahren. Am neuen zukünftigen Rechenzentrum in Bischofsheim würde der Fahrer dann seine Pause einlegen und im Anschluss den selben Weg zurück fahren.“

Er erklärt: „Dabei handelt es sich um ein für die Stadt Ginsheim-Gustavsburg kostenfreies Angebot der LNVG. Wenn der Wunsch der Stadt weiterhin besteht, die beiden Stadtteile direkt miteinander zu verbinden, dann müsste die Stadt Ginsheim-Gustavsburg das auch mit finanzieren und bezahlen. Zu diesem Thema gibt es eine gemeinsame Sitzung mit der Stadt und der LNVG zu Beginn des nächsten Jahres. Dabei soll dann auch nochmal geklärt werden, wie eine Direktverbindung hergestellt werden kann“