Zur Stärkung und Weiterentwicklung des Tourismus in Rheinhessen wurde 2017 die „Tourismusstrategie Rheinhessen 25“ veröffentlicht. Hierzu gehört unter anderem die Neuausrichtung des Radtourismus. Die Basis hierfür liefert der Radtouristische Entwicklungsplan (RTE), der als Handlungsgrundlage für die Verbesserung der Qualität des gesamten radtouristischen Angebots dient.


Dieser beinhaltet insgesamt acht Themenradwege in Rheinhessen

Zwei davon betreffen das Mainzer Stadtgebiet. Hierbei handelt es sich um den Rheinradweg sowie die Mainz-Ingelheim-Runde. Die Landeshauptstadt Mainz spielt für das rheinhessische Radroutennetz eine wichtige Rolle. Schließlich gilt sie als das Einfallstor für Tagesausflüge und für den Fernstreckenradverkehr.

In Mainz sollen jetzt erste Maßnahmen zur Realisierung der Routen im Stadtgebiet umgesetzt werden. In einem ersten Schritt betrifft dies zunächst die Anpassung der bestehenden StVO-Beschilderung. Im Folgenden werden ab 2022 durch die Sanierung der Wegeoberflächen die Streckenführungen optimiert. Davon profitieren die Abschnitte in den Mainzer Stadtteilen Gonsenheim, Finthen und Mombach. Die Kosten hierfür liegen bei rund 205.000 Euro.

Ein weiterer Baustein im Sinne der Radverkehrsförderung

Für Verkehrs- und Umweltdezernentin Janina Steinkrüger sowie die für Tourismus zuständige Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz sind die am 24. November 2021 vom Stadtrat beschlossenen Maßnahmen ein wichtiger Schritt, um den Radtourismus voranzutreiben und bestehende Streckenführungen zu verbessern. „Der Radtouristische Entwicklungsplan Rheinhessen ist ein weiterer Baustein im Sinne der Radverkehrsförderung. Er ist ein hilfreiches und wichtiges Instrument, um den Radtourismus in Mainz und Rheinhessen zu stärken. Deshalb sind wir als Stadt auch seit Jahren im Austausch mit dem Tourismus in unserer Region und wollen das Projekt weiter forcieren“, so die beiden Dezernentinnen.

„Die Maßnahmen ergänzen die bisherigen Projekte der Radinfrastruktur im Stadtgebiet um den wichtigen touristischen Baustein. Der RTE legt den Fokus auf Marketing und Service für die Fortbewegung mit dem Rad und gibt Gästen – aber auch Mainzerinnen und Mainzern – die Möglichkeit, die Stadt auch aus anderen Perspektiven zu erradeln“ erklärt Steinkrüger.

Für Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz liegt im Radtourismus ein großes Potential für die Stadt. „Der Radtourismus ist schon seit einiger Zeit eine boomende Branche und Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage in diesem Segment in den nächsten Jahren sogar noch weiter steigen wird. Dies bestätigen auch Mainzer Hoteliers. Es ist deshalb gut und sinnvoll, dass wir mit den Maßnahmen die Voraussetzungen schaffen, um den Radtourismus in unserer Stadt und in unserer Region weiter voranzutreiben. Unser Ziel ist es, noch mehr Radtouristen nach Mainz zu locken. Davon profitieren dann auch unsere Hotels, unsere Gastronomiebetriebe, der Einzelhandel und unsere kulturellen Einrichtungen“, sagt Matz.