BYC-NewsFrankfurtStreik der Piloten bei Lufthansa und Eurowings

Streik der Piloten bei Lufthansa und Eurowings

48 Stunden Stillstand im Cockpit – Streit um Altersvorsorge eskaliert

Nur kurz nach dem Streik des Kabinenpersonals am Freitag (10. April 2026) hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) nun zum Streik der Piloten der Lufthansa-Gruppe aufgerufen. Der Streik soll am Montag und Dienstag (13. & 14. April 2026) weite Teile des Flugplans lahmlegen.

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Wer, wann und wo? Die Details zum Streik der Piloten

Der geplante Ausstand beginnt am Montag um 00:01 Uhr und endet am Dienstag um 23:59 Uhr. Betroffen sind folgende Gesellschaften des Konzerns:

  • Deutsche Lufthansa AG & Lufthansa Cargo (Montag und Dienstag)

  • Lufthansa CityLine (Montag und Dienstag)

  • Eurowings (Streikmaßnahme nur am Montag vorgesehen)

Fronten verhärtet: Streit um die Altersvorsorge

Hintergrund des Arbeitskampfes sind mehrere festgefahrene Tarifkonflikte. VC-Präsident Andreas Pinheiro warf der Arbeitgeberseite vor, trotz des Verzichts auf Streiks über die Osterfeiertage kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt zu haben.

Besonders beim Thema betriebliche Altersvorsorge klaffen die Vorstellungen weit auseinander. Während die Gewerkschaft fehlende oder „inakzeptable“ Angebote beklagt, weist die Lufthansa die Forderungen scharf zurück. Der Konzern spricht von einer „völlig neuen Stufe der Eskalation“ und bezeichnet die Forderung nach einer Verdopplung der Altersvorsorge als „absurd und unerfüllbar“.

Ausnahme: Flüge in den Nahen Osten finden statt

Trotz des Streiks gibt es eine wichtige Ausnahme: Aufgrund der aktuellen politischen Lage im Nahen Osten werden Flüge zu bestimmten Destinationen nicht bestreikt. Damit soll die Erreichbarkeit krisengeschüttelter Regionen gewährleistet bleiben. Ausgenommen sind unter anderem Flüge nach Israel, Libanon, Jordanien, Ägypten, Irak und in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Massive Belastungen für Passagiere

Der Streik der Piloten folgt unmittelbar auf den eintägigen Ausstand der Flugbegleitergewerkschaft UFO, der am Freitag hunderte Flugausfälle verursachte. Die Piloten haben zudem angekündigt, sich an einer für Mittwoch geplanten Kundgebung des Kabinenpersonals am Frankfurter Flughafen zu beteiligen – ein Zeichen für den Schulterschluss der Gewerkschaften gegen den Konzern.

Passagiere werden dringend gebeten, ihren Flugstatus online zu überprüfen. Die Verantwortung für das Chaos sieht die Gewerkschaft klar bei der Lufthansa-Führung: „Ein Streik ist immer das letzte Mittel. Die Arbeitgeberseite hat es jederzeit in der Hand, den Streik durch verhandlungsfähige Angebote abzuwenden“, so Pinheiro.

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