Ab Montag (23. August 2021) bis Mittwoch (25. August 2021) müssen sich Fahrgäste der Deutschen Bahn erneut auf einen Streik einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihre Mitglieder nun schon zum zweiten Mal in der laufenden Tarifrunde dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. „Sie streiken für mehr Löhne, für den Schutz ihrer Rente“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky in Berlin.

Millionen Fahrgäste dürften betroffen sein

Im Personenverkehr soll der Streik am Montag um 2.00 Uhr beginnen und am Mittwoch um 2.00 Uhr enden. Auch dieser Streik dürfte aber wieder Millionen Fahrgäste treffen. Darunter gewiss auch zahlreiche Urlaubsreisende, denn in zehn Bundesländern sind noch immer Schulferien.

Deutsche Bahn nennt Streik „völlig überflüssige Belastung“

In einer ersten Stellungnahme bezeichnete die Deutsche Bahn den Streik als „völlig überflüssige“ Belastung der Kunden. „Dieser zweite Ferienstreik zeigt: Ein Tarifpartner verweigert sich permanent“, kritisierte Personalvorstand Martin Seiler: „Statt den Mut zu haben, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, treibt die GDL-Führung ihren gewerkschaftspolitischen Kampf um Ausweitung und Einfluss auf dem Rücken der Bahnkunden auf die Spitze.“

Auch wenn die Deutsche Bahn die Auswirkungen nach eigenen Angaben so gering wie möglich halten möchte, sei mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Allerdings will das Unternehmen sich „maximal kulant“ zeigen.

Lohnerhöhung gefordert

Die Deutsche Bahn und die GDL kämpfen um eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent. Strittig ist noch immer, wann die Erhöhung gültig werden und wie lange der neue Tarifvertrag gelten soll. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung bereits 2021 ebenso wie eine Corona-Prämie von 600 Euro. Beides lehnt die Bahn bislang ab. Das Unternehmen will erst ab 2022 mehr Geld zahlen. Grund dafür seien die hohen Verluste durch die Corona-Pandemie.