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Stadtverwaltung Ingelheim bittet Bürger um Unterstützung

Wegen langanhaltender Trockenheit sind die städtischen Kapazitäten erschöpft

Die anhaltende Trockenheit und die hohen Sommerkurs-Temperaturen setzen den Bäumen im Stadtgebiet Ingelheim zunehmend zu. Da die Kapazitäten des Bauhofs und beauftragter Fachfirmen aufgrund der extremen Wetterlage vollständig ausgeschöpft sind, bittet die Stadtverwaltung die Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe: Wer die Möglichkeit hat, soll städtische Bäume in der eigenen Nachbarschaft regelmäßig mit Wasser versorgen.

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Anhaltender Regenmangel lässt Bodenreserven in Ingelheim schrumpfen

Während etablierte Bäume eine normale Vegetationsperiode ohne zusätzliche Wassergaben überstehen, stellen die aktuellen Bedingungen selbst ältere Gehölze vor Herausforderungen. Jungbäume sind derzeit besonders stark gefährdet.

Wie angespannt die Lage ist, belegen die aktuellen Niederschlagszahlen. Im laufenden Jahr sind bislang lediglich rund 260 Millimeter Regen gefallen – nach einem bereits niederschlagsarmen Vorjahr mit nur etwa 500 Millimetern. Seit Wochen fehlt nennenswerter Niederschlag, während hohe Temperaturen und Wind die Verdunstung über die Blätter verstärken und die Grundwasservorräte im Boden aufbrauchen.

Praxistipps: Einmal gründlich statt täglich wenig

Wer einen Baum in Ingelheim unterstützen möchte, kann sich an folgenden Richtwerten orientieren:

  • Menge: Empfohlen werden etwa 100 Liter Wasser pro Baum und Woche.
  • Methode: Einmal wöchentlich gründlich wässern ist effektiver als tägliche Kleinmengen, da das Wasser so tiefer in den Wurzelbereich eindringt.
  • Kosten: 1.000 Liter Leitungswasser reichen für zehn Gießgänge und kosten unter sechs Euro.

Koordinierte Gießpatenschaften über das Umweltamt

Damit die Hilfe gezielt dort ankommt, wo sie gebraucht wird, und doppelte Wassergaben vermieden werden, können sich Interessierte beim Umwelt- und Grünflächenamt melden. Dort werden private Gießpatenschaften zentral in die bestehende Bewässerungsplanung eingebunden.

Umweltdezernentin Dr. Christiane Döll betont die Dringlichkeit der Lage: „So trocken war es noch nie. Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mithelfen. Jeder Eimer zählt – gemeinsam können wir dazu beitragen, unsere Stadtbäume gut durch die Trockenperiode zu bringen.“