Ängste und Sorgen vergessen, neue Freunde finden und einfach wieder Kind sein: Seit fünf Wochen findet im Evangelische Gemeindehaus in Ginsheim jeden Montag der Spieletreff „Multikulti“ statt. Die Ginsheimerinnen Johanna Filler und Sabine Kelm wollten schnell und unbürokratisch ein Betreuungs- und Spielangebot auf die Beine stellen, um aus der Ukraine geflüchteten Frauen und Kindern ein Stück Normalität zu bieten.


Der gemeinsame Spaß steht im Mittelpunkt

Das Angebot, das die beiden ehrenamtlich in ihrer Freizeit betreuen, richtet sich aber nicht aber nicht nur an ukrainische Flüchtlinge, sondern als niederschwellige Kennenlernmöglichkeit für Menschen aller Nationalitäten, die am interkulturellen Austausch interessiert sind. Bei den Kindern klappt das bereits problemlos: Spiele im Gemeindehaus oder im Freien, darunter sogar eine kleine Hüpfburg, machen Sprachbarrieren schnell zur Nebensache und stelle den gemeinsamen Spaß in den Mittelpunkt.

Am vergangenen Montag öffnete erstmals parallel zum Spieletreff das „Café Unity“, wo Erwachsene die Möglichkeit zum Kennenlernen haben. Um das zu erleichtern, waren Übersetzerinnen anwesend, aber auch das Ausüben gemeinsamer Interessen, beispielsweise in der Handarbeitsecke, diente dem interkulturellen Austausch. Unter den Gästen waren auch Ginsheims neuer Bürgermeister Thorsten Siehr (SPD) und Patrick Pfannschmidt, Sozialarbeiter bei der Stadtverwaltung Ginsheim-Gustavsburg. Ein Angebot, das von allen Anwesenden gerne angenommen wurde, waren Waffeln, frischgebacken von Mitgliedern des Wohnprojekts LebensAlter.

Der Spieletreff Multikulti findet jeden Montag von 13 bis 16 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Ginsheim, Dammstraße 25 statt. Einmal im Monat öffnet parallel dazu das Café Unity, der nächste Termin ist am Montag, den 11. Juli ab 14 Uhr.