Am Sonntagabend (17. April 2022) kam es gegen 21:30 Uhr auf der Landstraße L236 bei Rüdesheim im Kreis Bad Kreuznach zu einem Verkehrsunfall. Die erste Hilfe zweier Jugendlicher, die professionelle Rettungsdienstarbeit und die Unterstützung durch die Feuerwehren aus Rüdesheim und Bad Kreuznach sowie der Polizei Bad Kreuznach zeigen, dass die Rettungskette vom Absetzen des Notrufs bis hin zu einer erfolgreichen Reanimation funktioniert.


Von der Fahrbahn abgekommen und auf der Leitplanke zum Stehen gekommen

Vermutlich aufgrund eines medizinischen Notfalls war ein Autofahrer auf der L236 bei Rüdesheim von der Fahrbahn abgekommen und auf der Leitplanke zum Stehen gekommen. Die beiden Teenager, die mit ihren Rädern zufällig in der Nähe waren, erkannten die Gefahrensituation sofort, setzten den Notruf ab und leisteten erste Hilfe.

Gegen 21:30 Uhr ging der Alarm beim Rettungsdienst, der Polizei und den Feuerwehren aus Rüdesheim und Bad Kreuznach ein. Gemeldet wurde ein Verkehrsunfall mit einer Person in Zwangslage. Die Einsatzstelle befand sich auf der Landesstraße 236 zwischen der Auffahrt B 41 Rüdesheim/Roxheim und der Zufahrt zum neuen Rüdesheimer Gewerbegebiet Am Wiesenberg. Da sich in diesem Gebiet die Gemarkungen zwischen Rüdesheim und Bad Kreuznach mehrfach überschneiden, legten die Verantwortlichen der Feuerwehren aus der VG Rüdesheim und der Stadt Bad Kreuznach bereits vor Jahren fest, dass bei Einsätzen in diesem Bereich im Rahmen eines sogenannten Gemeinschaftsgebiets beide Wehren gleichzeitig alarmiert werden, um schnellstmöglich Hilfe leisten zu können. So auch an diesem Abend.

Gute Zusammenarbeit der beteiligten Rettungskräfte

Als die Rüdesheimer Wehr um Einsatzleiter Martin Barth an der Einsatzstelle eintraf, war der Autofahrer bereits aus dem Fahrzeug befreit und wurde vom Rettungsdienst versorgt. Während die Rüdesheimer Kräfte die Einsatzstelle ausleuchteten und den Brandschutz sicherstellten und die Einsatzkräfte aus den Löschbezirken Nord und Süd für die Absicherung der Einsatzstelle zwischen der B 41-Auffahrt und dem Kreisel an der Lohrer Mühle sorgten, unterstützte medizinisch geschultes Personal der beiden Feuerwehren den Rettungsdienst bei der erfolgreichen Reanimation des Patienten.

Nachdem der Patient vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert und sein Fahrzeug abgeschleppt worden war, konnte der Einsatz der 35 eingesetzten Feuerwehrleute nach einer Stunde beendet werden.

Dieser sowie weitere Einsätze im Landkreis Bad Kreuznach in der Osterwoche machen deutlich, dass kommunale Grenzen im Bereich der Hilfsorganisationen nicht existieren und die Einsatzkräfte verschiedenster Gebietskörperschäften und Hilfsorganisationen erfolgreich zusammenarbeiten.