Am Freitagnachmittag (18. März 2022) kam es gegen 16:40 Uhr zu gleich vier Verkehrsunfällen auf der Autobahn A61 bei Bad Kreuznach, die sich fast zeitgleich ereigneten. Drei davon gingen mit Sachschaden aus, einer endete mit einem Schwerverletzten und einem geschätzten Sachschaden von 50.000 Euro.


Ein LKW und zwei Autos waren beteiligt

Aufgrund eines der leichten Verkehrsunfälle kam es zwischen der Anschlussstelle Bad Kreuznach und dem Autobahndreieck Nahetal in Fahrtrichtung Koblenz zu einem Stau. Aufgrund dessen bremste ein 42-jähriger Fahrer eines Sattelzuges auf dem rechten Fahrstreifen am Stauende. Ein nachfolgender 25 Jahre alter Autofahrer bemerkte das aus bislang unbekannten Gründen zu spät. Um einen Zusammenstoß mit dem Sattelzug zu vermeiden, wollte er auf die linke Fahrspur ausweichen. Trotz des Manövers fuhr er er gegen den Unterfahrschutz des Aufliegers, verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte gegen die Mittelleitplanke.

Ein weiterer, 29 Jahre alter Autofahrer, der zu diesem Zeitpunkt den linken Fahrstreifen befuhr, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte frontal in den Wagen des 25-Jährigen.

Mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Mainz

Der 25-jährige Unfallverursacher wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Er konnte sich zwar noch selbstständig aus seinem Wagen befreien, wurde aber im Anschluss mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Mainz geflogen. Der 29-Jährige Autofahrer kam mit leichten Verletzungen davon, der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt.

Für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen wurde die Autobahn für mehr als drei Stunden voll gesperrt und konnte erst gegen 19:45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Trotz einer eingerichteten Umleitung kam es zeitweise zu einem 16 Kilometer langen Rückstau. Zur Dokumentation des Unfalls kam auch eine Drohne der Polizei zum Einsatz.

Dreiste Autofahrer behinderten den Einsatz

Wie die Polizei mitteilt, unterstütze ein Großteil der Verkehrsteilnehmer die Arbeit der Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, indem sie vorbildlich eine Rettungsgasse bildeten. Doch auch hier habe es wieder einige Fahrzeugführer gegeben, die sich dazu veranlasst sahen, in der Rettungsgasse anzuhalten, diese zu durchfahren oder im Stau zu wenden.

Ganz besonders dreist zeigte sich vor allem ein Autofahrer, der die Rettungsgasse bis zum Unfall durchfuhr. Vor Ort verlangte er von den Einsatzkräften, durch gelassen zu werden, da er einen wichtigen Termin habe. Trotz der Unmöglichkeit seiner Forderung wurde der Fahrer gegenüber den Einsatzkräften ausfällig und beharrte auf seinen wichtigen Termin. Wie alle anderen festgestellten Verkehrssünder darf er mit Post von der Zentralen Bußgeldstelle aus Speyer rechnen.