Der Regionalwettbewerb Mainz-Rheinhessen von „Jugend forscht“ / „Schüler experimentieren“ fand in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie erneut in einem virtuellen Format statt, nicht wie üblich in einer Präsenzausstellung. Die Jungforscherinnen und Jungforscher präsentierten ihre Projekte den Juroren online. Das Patenunternehmen SCHOTT AG schaffte hierfür die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen.


Das Jahresmotto lautet „Zufällig genial“

Diesmal nahmen 74 Nachwuchsforscher von 10 bis 21 Jahren mit 48 Einzel- oder Gruppenprojekten aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Physik und Technik teil. Aus organisatorischen Gründen gehörten dazu auch 18 Projekte aus benachbarten Regionen.

„Es ist beeindruckend, dass trotz der aktuell schwierigen Situation in den Schulen wieder so viele Schülerinnen und Schüler mitgemacht haben. Dies zeigt die hohe Motivation der Jugendlichen, sich mit naturwissenschaftlich-technischen Fragenstellungen zu beschäftigen“, erklärte die neue Wettbewerbsleiterin Anja Köstler, Biologie- und Chemielehrerin am Gymnasium am Kurfürstlichen Schloss in Mainz und Fachleiterin Biologie am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien in Mainz.

„Jugend forscht weiß jedes Jahr aufs Neue zu überraschen. Die Vielfalt der Projekte, von überraschend innovativ bis schlicht genial, kann beides: Die Welt ein Stück schöner und auch lustiger machen. Eines ist sicher: Mit diesen Nachwuchstalenten ist unsere Zukunft gesichert“, sagte Peter Schneider, Leiter Ausbildung beim Patenunternehmen SCHOTT, das den Regionalwettbewerb bereits seit 1970 unterstützt.

Interessante Forschungsarbeiten

Die Jungforscherinnen und Jungforscher beschäftigten sich wieder mit einer Reihe von hochinteressanten oder gar brandaktuellen Themen. So erforschten Lale Memis und David Dühr vom Gymnasium Mainz-Oberstadt im Fach Biologie die Rolle eines bestimmten Proteins beim Wachstum von Leberkrebszellen. In Versuchen kamen sie zu erstaunlichen Ergebnissen, wie man dem schnellen Wachstum der Krebszellen entgegenwirken kann. Alyssa Mori vom Otto-Schott-Gymnasium Mainz-Gonsenheim untersuchte in ihrem Chemie-Projekt den Zuckergehalt einer Tiefkühlpizza und fand dabei heraus, wie viel Zucker beim Verzehr einer solchen Pizza letztendlich ins Blut aufgenommen wird. Ihre Studie zeigt, wie nützlich eine Lebensmittelampel für ein bewussteres und gesünderes Essverhalten ist.

Siegerehrung als Livestream-Event

Auch die Siegerehrung fand virtuell als Livestream-Event statt. Die drei Erstplatzierten in allen Fachgebieten erhielten Geld- und Sachpreise in Höhe von jeweils 75 Euro (1. Platz), 60 Euro (2. Platz) und 45 Euro (3. Platz). SCHOTT belohnte zudem vier besonders engagierte Betreuungslehrer mit zweckgebundenen Spenden für deren Schulen in einer Gesamthöhe von 700 Euro. Mit den meisten Arbeiten (14) waren wie im letzten Jahr Schülerinnen und Schüler des Otto-Schott-Gymnasiums im Wettbewerb vertreten. Auch hierfür spendete SCHOTT einen Sonderpreis in Höhe von 500 Euro.

Die Sieger des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ qualifizierten sich für den Landeswettbewerb Rheinland-Pfalz, der im März stattfinden wird. Die Landessieger wiederum nehmen dann im Mai am Bundesfinale teil. Die Alterssparte „Schüler experimentieren“ endet mit dem Landeswettbewerb.