Bushido bei DSDS – Die 22. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ ist offiziell gestartet und bringt frischen Wind in das altbekannte Format. Ab sofort können Fans die Castings im regelmäßigen Samstags-Dienstags-Rhythmus verfolgen. Die größte Neuerung in diesem Jahr ist zweifellos die Besetzung der Jury: Neben dem „Poptitan“ Dieter Bohlen und der Ballermann-Sängerin Isi Glück nimmt erstmals Rap-Ikone Bushido bei DSDS Platz. Schon die ersten Episoden, die auf dem Streamingdienst RTL+ vorab zu sehen sind, versprechen eine Staffel voller Überraschungen und unerwarteter Begegnungen aus der Musikindustrie.
Ungeahnte Verstrickungen im Casting
Während der zweiten Folge kam es zu einem Moment, der vor allem Branchenkenner aufhorchen ließ. Ein junger Musiker namens Cüneyt Soruklu trat vor die Jury, um sein Talent an der Gitarre und am Mikrofon unter Beweis zu stellen. Was im TV-Beitrag zunächst wie eine charmante „Mutter-Sohn-Geschichte“ wirkte – Cüneyts Mutter war bereits im Vorjahr Teilnehmerin und meldete ihn heimlich an –, birgt eine pikante Hintergrundgeschichte. Der unter dem Künstlernamen „Cross Open Heart“ aktive Sänger stand im Jahr 2020 unter Vertrag bei Arafat Abou-Chaker. Dass ausgerechnet ein ehemaliges Signing seines langjährigen Intimfeindes nun vor Bushido bei DSDS steht, sorgte intern für reichlich Gesprächsstoff, da die damalige Zusammenarbeit aufgrund der stilistischen Unterschiede im Rap-Umfeld für Aufsehen gesorgt hatte.
Emotionen statt Industrie-Politik
Interessanterweise kam die gemeinsame Vergangenheit mit dem Abou-Chaker-Clan während der Ausstrahlung nicht zur Sprache. Ob Bushido bei DSDS von der alten vertraglichen Bindung des Kandidaten wusste oder diese bewusst ignorierte, blieb offen. Fest steht jedoch: Der Rapper ließ sich in seinem Urteil ausschließlich von der künstlerischen Darbietung leiten. Cüneyt widmete seinen Auftritt seinem verstorbenen Vater, was bei Bushido einen tief sitzenden Nerv traf. Die Performance war so intensiv, dass der sonst so scharfzüngige Rapper sichtlich bewegt reagierte und seine eigene Familiengeschichte thematisierte.
„Ich will dir eigentlich am liebsten noch weiter zuhören. Es war sehr, sehr emotional. Ich hab meinen Vater auch vor Jahren verloren und konnte das so richtig krass nachvollziehen. Ich fand’s wirklich herrlich.“
Ein klares Urteil für „Cross Open Heart“
Trotz der potenziell explosiven Hintergrundgeschichte gab es für das Talent ein eindeutiges „Absolutes Ja“ von Bushido. Damit unterstreicht der Rapper seine neue Rolle als fachkundiger und zugleich empathischer Juror, der die Musik über persönliche Differenzen der Vergangenheit stellt. Für Cüneyt Soruklu bedeutet dieser Zuspruch den Einzug in die nächste Runde und die Chance, unter seinem Pseudonym „Cross Open Heart“ eine größere Bühne zu erobern. Die Premiere von Bushido bei DSDS zeigt bereits jetzt, dass die diesjährige Staffel nicht nur durch stimmliches Talent, sondern auch durch menschliche Tiefe und kuriose Zufälle aus der deutschen Musiklandschaft geprägt sein wird.






