Leserbrief von Dieter Grünewald (INITIATIVE NEUE MAINZER MITTE e.V.) – Als Bürger der Stadt Mainz kann ich mich nicht damit abfinden, dass die Landeshauptstadt Mainz, die über so viele Vorteile in kultureller, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher, touristischer, sportlicher etc. Hinsicht verfügt, um die uns andere Städte beneiden, sich in unserem wichtigen Innenstadtquartier nicht attraktiver präsentieren kann.
„Abwertendes, chaotisches, geschäfts- und imageschädigendes Ambiente“
Es darf nicht länger hingenommen werden, dass den Betrieben, den Kunden und Gästen aus dem In- und Ausland, die unser Quartier aufsuchen, weiterhin ein dermaßen abwertendes, chaotisches, geschäfts- und imageschädigendes Ambiente präsentiert wird, wie es im Falle des vollkommen heruntergekommenen, ehemaligen City-Hotel Neubrunnenhof in der Großen Bleiche der Fall ist.
Seit vielen Jahren schreiten kopfschüttelnd und nach Fassung ringend Personen an dieser nicht länger zumutbaren Gammelimmobilie vorbei, wie die Fotos verdeutlichen.
„Der Stadt Mainz seien die Hände gebunden“
Von oberster Stelle der Stadtverwaltung wurde mir mitgeteilt, dass die relevanten Ämter nicht einmal auf ihre Kosten am Gebäude oder in den Hoteleingängen den Kot, Dreck und andere Hinterlassenschaften und auch die an den Wänden herunterhängenden Plakate nicht beseitigen dürfen, mit der Begründung, die Instandhaltung und Reinigung in und am Gebäude sei Sache des Eigentümers, der Stadt seien somit die Hände gebunden und sie könne gegen den Immobilieneigentümer, die Emeis Deutschland Immobilien Services GmbH, nicht vorgehen.
Vor diesem Hintergrund habe Kontakt mit dem Eigentümer, der Development Managerin, Frau Fabienne Schneider, aufgenommen und ihr meine Sichtweise auf dieses brisante Thema erklärt, mit dem Ergebnis, dass sie mir noch am selben Tag schriftlich mitteilte: „es ist auch in unserem Interesse, dass der Zustand der Immobilie verbessert wird und wir uns gerne zu einem nachhaltigen Vorgehen abstimmen“.
Ich habe somit die Vorarbeit für umgehende Gespräche der Mainzer Stadtverwaltung mit der Emeis Deutschland Immobilen Services GmbH geleistet und erwarte nun, dass die relevanten Ämter der Stadt zu erfolgreichen Gesprächen mit dem Eigentümer kommen, damit Kunden und Gästen in unserem Quartier und in der Großen Bleiche recht bald eine höhere Willkommens-, Verweil-, Erlebnis- und Einkaufsqualität geboten werden kann und inhabergeführte Fachgeschäfte, die den Branchenmix optimieren, sich ansiedeln lassen.
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