Am Sonntag (18. Dezember 2022) kam es zu einem erfolgreichen Betrug in Eltville am Rhein (Rheingau). Die Betrüger kontaktierten über den Messengerdienst WhatsApp ihr Opfer und erbeuteten so mehrere Tausend Euro.

Wie gehen die Betrüger vor?

Wie beim klassischen Enkeltrick am Telefon beginnen die Betrüger ihre Masche mit einer namenlosen Anfrage. Dann spinnen sie ihre Geschichte fort und schildern etwas von einem kaputten Handy, weshalb sie eine andere Nummer hätten. Die Kriminellen bitten im Namen einer Tochter, eines Sohnes oder eines anderen Familienmitglieds, die neue Nummer zu speichern und erklären, dass sie dringend Geld benötigen würden, da auf ihrem derzeitigen Handy kein Online-Banking möglich sei.

Sie bitten daher, einen Geldbetrag für sie zu überweisen. Es sei sehr dringend. Im Glauben daran, mit dem eigenen Kind zu kommunizieren, tätigte die Geschädigte Überweisungen und musste später feststellen, dass sie Betrügern aufgesessen waren. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro.

Die Polizei Westhessen warnt

  • Warnen Sie ihre Eltern und sprechen Sie mit ihnen über diese Masche!
  • Ansonsten gilt ganz allgemein, niemals aufgrund eines Telefonats, einer Textnachricht oder einer Mail eine Überweisung zu tätigen oder Geld an unbekannte Personen zu übergeben.
  • Sollten Sie tatsächlich Familienmitglieder um Geld bitten, dann verlangen Sie immer ein persönliches Erscheinen und übergeben Sie kein Geld an fremde Personen.

In der Landeshauptstadt Wiesbaden erbeuteten die „WhatsApp“-Betrüger Anfang Dezember ebenfalls mehrere Tausend Euro.

Hoher Schaden nach WhatsApp Betrug in Wiesbaden