Zu einem ungewöhnlichen und technisch anspruchsvollen Rettungseinsatz wurde der Rettungsdienst und die Feuerwehr Wiesbaden am Samstagmorgen (07.03.2026) gerufen. Ein Mann hatte sich beim Versuch, über einen Zaun im Schelmengraben Wiesbaden zu klettern, schwer verletzt und musste in einer aufwendigen Aktion befreit werden.
Zufallsfund durch Joggerinnen im Schelmengraben Wiesbaden
Gegen 07:50 Uhr machten zwei Joggerinnen auf der Sportanlage in der Willi-Werner-Straße eine schreckliche Entdeckung: Sie bemerkten einen Mann, der kopfüber an einem Gittermattenzaun hing. Der Mann war beim Übersteigen hängen geblieben, wobei sich ein Metallstab des Zauns tief in seinen Oberschenkel gebohrt hatte. Da die Person bereits stark unterkühlt war, geht die Feuerwehr davon aus, dass der Unfall bereits in der Nacht geschah und der Mann mehrere Stunden in dieser Lage ausharren musste.
Komplizierte technische Rettung
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr stabilisierten den Patienten zunächst mit einem speziellen Brett (Spineboard), um weitere Verletzungen zu vermeiden. Um den Mann zu befreien, ohne die Pfählungsverletzung durch das Herausziehen des Metallstabs zu verschlimmern, trennten die Wehrleute den Zaun mit einem Bolzenschneider großflächig rund um die Einstichstelle ab.
Übergabe an die Notaufnahme
Nach etwa einer Stunde war der Patient befreit. Er wurde mitsamt dem im Bein verbliebenen Zaunstück vom Rettungsdienst übernommen und zur dringenden operativen Behandlung in die nahegelegene Notaufnahme der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) gebracht.
Am Einsatz im Schelmengraben Wiesbaden beteiligt waren:
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Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr Wiesbaden
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Ein Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug
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Eine Streife der Polizei zur Aufnahme des Unfallhergangs





