Nachrichten Mainz | In Groß-Gerau gibt es sie schon: Die Börse für übriggebliebene Impfdosen gegen das Corona-Virus. Eine gute Sache, um den so wertvollen Impfstoff nicht verkommen zu lassen. In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz gibt es eine solche Börse bislang noch nicht. BYC-News hat bei der Stadt Mainz nachgefragt, ob dies auch in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt in Zukunft möglich wäre.


„Kein Impfstoff verfällt in Mainz“

Auf unsere Anfrage teilte ein Sprecher der Stadt Mainz mit: „Kein Impfstoff verfällt in Mainz! Es wird kein Impfstoff entsorgt!“ Im Impfzentrum in Mainz bereite man den Impfstoff „on Demand“ auf. Das bedeutet, dass man nur so viel Impfstoff aufbereitet, wie man auch tatsächlich benötigt. Dadurch kommt es zu keinen unverhältnismäßig hohen Resten.

Allerdings gibt es natürlich auch Behältnisse, in denen Impfstoff für mehrere Corona-Impfungen enthalten ist. Sollte ein solches Behältnis angebrochen und nicht restlos aufgebraucht werden, wird dies am Ende des Tages spontan innerhalb der zulässigen Prioritätengruppen verimpft. Hierzu gäbe es eine Telefonliste mit Personen, die in einem solchen Fall angerufen werden, um spontan zum Impfzentrum zu kommen. Auf dieser Liste stehe beispielsweise das Personal der Uniklinik Mainz.

Impfbörse zu einem späteren Zeitpunkt möglich

Wie der Sprecher weiter mitteilt, ist die Impfbörse, die der Kreis Groß-Gerau eingerichtet hat, in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt bekannt. „Es ist gut möglich, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt etwas Ähnliches einrichten. Derzeit ist dies, wie oben erläutert, aber noch nicht notwendig“, teilte der Sprecher mit. Hierfür sei dann eine Abstimmung mit dem Land Rheinland-Pfalz notwendig.



Rheinland-Pfalz setzt Impfungen mit AstraZeneca fort

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat gestern entschieden, dass der Impfstoff AstraZeneca weiterhin als sicher und wirksam einzustufen ist. Auf dieser Grundlage hat die Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern gestern beschlossen, die Impfungen mit AstraZeneca in Deutschland wiederaufzunehmen.

Rheinland-Pfalz wird diese Entscheidungen unmittelbar umsetzen und ausgesetzte Impfungen mit AstraZeneca wieder starten. Konkret bedeutet dies, dass die ausgesetzten Impfungen der Priogruppe 2 in den Krankenhäusern, bei der Polizei und in den Justizvollzugsanstalten ebenso wie die Impfungen mit Astrazeneca in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe durch die mobilen Impfteams nun wieder anlaufen; erste Impfungen sollen bereits heute wieder stattfinden.

Auch die gestoppte Terminvergabe für neue Termine in den Impfzentren für die Prioritätsgruppe 2 wird aufgehoben. Neue Impftermine werden nun wieder für alle drei verfügbaren Impfstoffe vergeben. Die entsprechenden Impfungen finden ab der kommenden Woche wieder statt. Personen, die sich bereits für einen Termin registriert haben, werden automatisch über eine Terminzuteilung informiert und müssen sich nicht erneut registrieren.

An den bereits terminierten Impfungen mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna ändert sich nichts, diese Termine bleiben wie zugeteilt bestehen.

Bei den Impfungen der bettlägerigen Menschen durch die Hausärzte ab dem 22. März können dann voraussichtlich auch wieder die Kontaktpersonen beziehungsweise Angehörige der Prioritätsgruppe 2 geimpft werden. Zum Start der Impfungen in den Hausarztpraxen finden noch Gespräche auf Bund-Länder-Ebene statt.