Der Schreck saß tief, als am Montag, den 16. März, plötzlich die Fahrbahn in der geschäftigen Gaustraße in Mainz nachgab. Zwei Tage lang rätselten Experten des Wirtschaftsbetriebs Mainz über die genaue Ursache, während intensive Grabungen zunächst ohne Ergebnis blieben. Der Durchbruch gelang schließlich durch modernste Technik.
Spezialfahrzeug klärt den Fall in der Gaustraße in Mainz
Ein besonderer Helfer gab den entscheidenden Hinweis: Der sogenannte „Meenzer Darknet Inspektor“. Dabei handelt es sich um ein hochspezialisiertes Kanalkamera-Fahrzeug, das das unterirdische Labyrinth der Landeshauptstadt filmisch dokumentiert. Die Auswertung der Aufnahmen am späten Donnerstagnachmittag, 19. März 2026, war eindeutig: Eine defekte Sinkkasten-Anschlussleitung ist schuld an der Misere.
Durch die Undichtigkeit in der Leitung, die den Straßen-Gully mit dem Hauptkanal verbindet, kam es über längere Zeit zu Ausspülungen im Untergrund. Die Folge: Der Boden unter dem Asphalt verschwand, bis die Straße schließlich einbrach.
Komplexe Reparatur zwischen den Schienen
Da die Gaustraße in Mainz durch die verlaufenden Straßenbahngleise baulich besonders anspruchsvoll ist, gestaltet sich die Instandsetzung aufwendig:
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Erneuerung: Die defekte Leitung wird komplett ausgetauscht.
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Neubau: Ein neuer Sinkkasten wird eingesetzt.
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Fundament: Der Untergrund muss fachgerecht stabilisiert werden, bevor die neue Fahrbahndecke aufgetragen werden kann.
Eine Fachfirma hat bereits am Freitagmorgen, 20. März 2026 mit den Arbeiten begonnen.
Freigabe noch vor den Osterfeiertagen?
Die Bauleitung des Wirtschaftsbetriebs zeigt sich optimistisch. Sofern bei den Tiefbauarbeiten keine weiteren Überraschungen im Erdreich auftauchen, soll die Gaustraße in der Kalenderwoche 14 (Anfang übernächster Woche) wieder für den Verkehr freigegeben werden. Damit wäre die wichtige Verbindung pünktlich zum Osterfest wieder befahrbar.




