BYC-NewsUnterhaltung & MedienRechtliche Schritte gegen „Spiegel“ - Christian Ulmen vs. Collien Fernandes

Rechtliche Schritte gegen „Spiegel“ – Christian Ulmen vs. Collien Fernandes

Der öffentliche Konflikt zwischen dem Schauspieler Christian Ulmen und seiner Ex-Frau, der Moderatorin Collien Fernandes, hat eine neue, juristische Stufe erreicht

Der öffentliche Konflikt zwischen dem Schauspieler Christian Ulmen und seiner Ex-Frau, der Moderatorin Collien Fernandes, hat eine neue, juristische Eskalationsstufe erreicht. Nachdem das Magazin „Der Spiegel“ weitreichende Vorwürfe veröffentlichte, kündigte Ulmens prominenter Medienrechtsanwalt Christian Schertz nun eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Spiegel an. Er bezeichnete die dortige Darstellung als in Kernpunkten „nachweislich unvollständig und falsch“ und rügte eine unzulässige einseitige Schilderung, die gegen die geltende Unschuldsvermutung verstoße.

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Widersprüchliche Darstellungen zum Vorfall auf Mallorca

Im Zentrum der Vorwürfe steht ein dramatisches Geschehen auf Mallorca im Januar 2023. Während die Berichterstattung Ulmen als mutmaßlichen Aggressor im Rahmen häuslicher Gewalt darstellte, zeichnet sein Rechtsbeistand nun ein vollkommen anderes Bild der Ereignisse. Laut Schertz kam es keineswegs zu einseitigen Gewalthandlungen durch seinen Mandanten. Vielmehr sei im Zuge desselben Vorfalls auch Collien Fernandes durch die spanische Polizei vorübergehend festgenommen worden, da Ulmen eine sichtbare Verletzung am Hals aufgewiesen habe. Die spanischen Behörden seien aufgrund dieser Beweislage von beidseitigen Verfehlungen ausgegangen, weshalb eine einseitige Schuldzuweisung rechtlich nicht haltbar sei.

Collien Fernandes reagierte auf diese Verteidigungsstrategie fassungslos via Instagram. Sie bezeichnete die Darstellung als „armselig“ und erklärte, der besagte Kratzer an Ulmens Hals sei lediglich die Folge eines eingerissenen Nagels gewesen. Im scharfen Kontrast dazu stünden ihre eigenen, am gesamten Körper dokumentierten blauen Flecken, die als Beweis für die einseitige Gewaltanwendung dienen würden. Sie zeigte sich enttäuscht darüber, dass ihr Ex-Mann nun versuche, die Rollenverteilung von Täter und Opfer zu verschieben.

Fake-Profile und schwere Vorwürfe der Identitätsanmaßung

Über die körperlichen Auseinandersetzungen hinaus wiegt der Vorwurf der Identitätsanmaßung schwer. Fernandes behauptet, Ulmen habe unter ihrem Namen Fake-Accounts in sozialen Netzwerken erstellt, um darüber Kontakt zu Männern aufzunehmen und Telefonsex zu führen. Zudem sollen über diese Profile Pornovideos von Frauen verschickt worden sein, die der Moderatorin täuschend ähnlich sehen. Laut „Spiegel“-Informationen soll Ulmen diese Taten am ersten Weihnachtsfeiertag 2024 sogar gestanden haben, was seine Anwälte jedoch vehement bestreiten. Zu den inhaltlichen Details dieser spezifischen Anschuldigungen gab die Verteidigung in der aktuellen Erklärung jedoch keine weiterführende Stellungnahme ab.

Die juristischen Konsequenzen ziehen sich mittlerweile über zwei Länder. Während das Verfahren in Spanien aktuell ruht, da Fernandes eine notwendige notarielle Erklärung zur Fortsetzung nicht eingereicht haben soll, hat die deutsche Justiz die Ermittlungen intensiviert. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat ein zuvor eingestelltes Verfahren gegen unbekannt nun direkt gegen Christian Ulmen wiedereröffnet. Die Auswertung der Medienberichte habe laut einem Sprecher zu einem klaren Anfangsverdacht auf Nachstellung geführt. Ob sich diese Vorwürfe sowie die weiteren Anschuldigungen der Beleidigung und Körperverletzung erhärten lassen, bleibt Gegenstand der laufenden Ermittlungen in Deutschland und Spanien.

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