Razzia bei der Deutschen Bank – Schwere Vorwürfe gegen Deutschlands größtes Geldhaus: Seit Mittwochmorgen (28. Januar 2026) läuft eine großangelegte Razzia bei der Deutschen Bank. Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) durchsuchen die Konzernzentrale in Frankfurt sowie Räumlichkeiten in Berlin. Der Vorwurf wiegt schwer: Es besteht der Verdacht der Geldwäsche im Zusammenhang mit sanktionierten ausländischen Gesellschaften.
30 Ermittler bei der Razzia in der Deutschen Bank
Gegen 10 Uhr am Mittwochvormittag betraten rund 30 Ermittler in Zivil das markante Doppelturm-Gebäude am Main. Laut Staatsanwaltschaft Frankfurt richtet sich das Verfahren gegen bislang unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter des Instituts. Ein Sprecher der Bank bestätigte den Einsatz und betonte, dass man „vollumfänglich mit den Behörden zusammenarbeite“.
Spur führt zu russischem Oligarchen
Hintergrund der Durchsuchungen ist laut Medienberichten die Geschäftsbeziehung zum russischen Oligarchen Roman Abramowitsch. Der 59-jährige ehemalige Besitzer des FC Chelsea steht seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf der EU-Sanktionsliste.
Der konkrete Verdacht: Die Deutsche Bank soll es versäumt haben, gesetzlich vorgeschriebene Verdachtsmeldungen zu Transaktionen von Abramowitsch-Firmen rechtzeitig an die Behörden zu übermitteln. Die Staatsanwaltschaft hält sich mit Details zu den betroffenen Gesellschaften und dem Umfang der Transaktionen derzeit noch bedeckt.
Die Razzia bei der Deutschen Bank trifft das Institut zu einem höchst sensiblen Zeitpunkt. Eigentlich wollte Vorstandschef Christian Sewing am morgigen Donnerstag glänzende Zahlen und den höchsten Jahresgewinn seit langer Zeit präsentieren. Statt des wirtschaftlichen Aufschwungs dürften nun jedoch kritische Fragen zur Compliance und zur Geldwäscheprävention des DAX-Konzerns die Bilanzpressekonferenz dominieren.
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