StartFrankfurtPlünderungen auf der Zeil: Verband fordert Hilfen für Frankfurter Einzelhandel

Plünderungen auf der Zeil: Verband fordert Hilfen für Frankfurter Einzelhandel

Umsatzverluste von bis zu 100 Prozent belasten Händler – Verband verlangt unbürokratische Entschädigungen und mehr Sicherheitspräsenz

Nach den schweren Ausschreitungen und Plünderungen auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil schlägt der Einzelhandel Alarm. Wie der Handelsverband Hessen (HVH) bekannt gab, verzeichnen die unmittelbar betroffenen Geschäfte drastische Umsatzverluste zwischen 65 und 100 Prozent. Neben dem massiven Ausfall im Tagesgeschäft belasten zusätzliche Kosten für Sicherheitsdienste, veränderten Personaleinsatz und drohende Betriebsunterbrechungen die Betriebe schwer. Das Sicherheitsgefühl der Passanten sowie der Ruf Frankfurts als Einkaufsstadt haben nach Einschätzung der Branchenvertretung weit über die Stadtgrenzen hinaus Schaden genommen. Die Forderungen, die der Handelsverband nach Krawallen in Frankfurt nun stellt, richten sich direkt an die Politik.

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Forderungen nach Unbürokratischen Hilfen und Dauerhafter Sicherheit

Angesichts der existenzbedrohenden Schäden richtet der Verband klare Erwartungen an Stadt und Land. Er fordert unter anderem eine zügige und unbürokratische Härtefallregelung für Betriebe, deren Ausfälle nicht von Versicherungen abgedeckt werden, sowie die Übernahme von Kosten für notwendige Sicherheitsmaßnahmen. Zudem betont der Verband, dass Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit dauerhaft Priorität haben müssen, um das Vertrauen der Kundschaft nachhaltig zurückzugewinnen.

Hessens Handelsverbandspräsident Jochen Ruths unterstrich den Willen der Händler, konstruktiv nach vorne zu blicken und gemeinsam mit der Politik Lösungen zu erarbeiten, damit sich derartige Vorfälle nicht wiederholen. Präsidiumsmitglied Dr. Joachim Stoll hob zudem hervor, dass die friedliche Demonstration der Schülerinnen und Schüler klar von den anschließenden Ausschreitungen und dem Vandalismus krimineller Einzeltäter getrennt werden müsse.

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Politik kündigt Spitzengespräche nach Plünderungen an

Der Handelsverband dankte den Einsatzkräften der Polizei sowie der Frankfurter Stadtreinigung für ihren schnellen Einsatz zur Beseitigung der Spuren. Zugleich begrüßte die Verbandsspitze, dass Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef sowie der hessische Ministerpräsident Boris Rhein bereits Kontakt aufgenommen haben. Nun gelte es, in den anstehenden Spitzengesprächen rasch verbindliche Konzepte zu beschließen, um den Wirtschaftsstandort Frankfurt nachhaltig zu schützen.

 

 

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