Das neue Wohnquartier auf dem ehemaligen Dyckerhoff-Areal nimmt weiter Form an. Im Zentrum der aktuellen Planungen steht eine moderne Kindertagesstätte, die als Herzstück des familienfreundlichen Quartiers fungieren soll. Bei einem Vor-Ort-Termin präsentierten Projektbeteiligte und Politiker nun die Details des ambitionierten Vorhabens auf dem Dyckerhoff-Areal im rheinhessischen Budenheim.
Modernes Raumkonzept und nachhaltige Technik
Die vom Budenheimer Büro Klein Architekten entworfene Planungsstudie sieht eine viergruppige Einrichtung vor. Auf einem etwa 1.190 Quadratmeter großen Grundstück sollen rund 1.000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen. Das Raumprogramm ist umfassend:
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Gruppen- und Schlafräume sowie ein Multifunktionsraum
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Eigene Küche mit Essbereich
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Personal- und Büroräume
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Ein großzügig gestalteter Außenbereich
Besonderes Augenmerk liegt auf der Nachhaltigkeit: Eine Geothermie-Anlage soll das Gebäude im Winter beheizen und im Sommer passiv kühlen. Unterstützt wird die Energieversorgung durch eine eigene Photovoltaikanlage, womit die Kita energetisch auf einem zukunftsweisenden Standard steht.
Ein Quartier für Familien
Die Kita ist fester Bestandteil eines neuen Wohngebiets, das insgesamt rund 320 Wohnungen, 44 Reihenhäuser und sechs Einfamilienhäuser umfassen wird. Lars Heimann, Geschäftsführer von Molitor, berichtet von einer bereits jetzt gefüllten Interessentenliste für den Vertriebsstart im Frühling. Ein Großteil der Wohnungen im ersten Bauabschnitt ist zudem so geplant, dass sie die Kriterien für die ISB-Eigenheimförderung erfüllen, was das Areal besonders für junge Familien attraktiv macht.
Bürgermeister Stephan Hinz betonte die enge fachliche Abstimmung mit dem Kreisjugendamt und den bestehenden Budenheimer Kita-Leitungen, um die pädagogischen Anforderungen von Beginn an zu integrieren.
Finanzierung und städtebaulicher Vertrag
Die Realisierung der Kita wird durch einen städtebaulichen Vertrag zwischen der Gemeinde und der Projektgesellschaft (J. Molitor Immobilien GmbH und Orgentec Holding GmbH) geregelt.
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Gesamtkosten: Schätzungsweise rund 4,6 Millionen Euro.
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Kostenverteilung: Der Projektentwickler trägt mehr als die Hälfte der Kosten. Der Anteil der Gemeinde Budenheim ist vertraglich auf maximal zwei Millionen Euro gedeckelt.
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Förderung: Ziel ist es, die Förderangebote des Landes Rheinland-Pfalz so umfassend wie möglich zu nutzen.
Die Landtagsabgeordnete Nina Klinkel verweist in diesem Zusammenhang auf die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten für kommunale Kita-Bauten: So unterstützt das Land jeden neuen Kitaplatz mit einem Investitionskostenzuschuss von bis zu 12.000 Euro und trägt zudem fast die Hälfte der Personalkosten. Ergänzend sei das Sozialraumbudget 2026 mit 58 Millionen Euro ausgestattet, um auf besondere Bedarfe vor Ort reagieren zu können. „Mit dem im Januar im Landtag verabschiedeten Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur fließen 2,91 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen des Bundes an die Kommunen. Das Land gibt Infrastruktur-Projekten wie etwa Kitas mit zusätzlichen 600 Millionen Euro zusätzlichen Rückenwind“, betont Klinkel.
Aktueller Stand auf dem Dyckerhoff-Areal in Budenheim: Erdarbeiten laufen
Während die behördlichen Abstimmungen für den Kita-Bau laufen, ist der Fortschritt auf dem Gelände bereits unübersehbar. Aktuell finden die Erdarbeiten für den ersten Bauabschnitt statt, in dem rund 158 Wohnungen entstehen werden. Die geplante Kita auf dem Dyckerhoff-Areal in Budenheim zusammen mit einem öffentlichen Spielplatz und der naturnahen Lage bildet dabei die Basis für das soziale Miteinander im neuen Quartier.
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