Die Sperrung der wichtigsten Schienenverbindungen zum Wiesbadener Hauptbahnhof hat auch den Bahn-Fahrgästen in der Stadt sehr viel abverlangt. Die Landeshauptstadt Wiesbaden wird daher Taxifahrten im Rahmen eines Pilotprojekts ab Montag, 13. Dezember, bis zum Tag der Wiedereröffnung der Schienenverbindungen auf den Strecken zwischen den Vorortbahnhöfen Wiesbaden Ost beziehungsweise Biebrich und den Haltestellen Wiesbaden Hauptbahnhof, Platz der Deutschen Einheit beziehungsweise Dern‘sches Gelände bezuschussen. Momentan ist davon auszugehen, dass das Pilotprojekt in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember endet.


Verkehrsdezernent Andreas Kowol dazu

„Bis die Bahnen endlich wieder alle zum Hauptbahnhof fahren, möchten wir den Bahn-Fahrgästen gerade in der oft stressigen Vorweihnachtszeit etwas Zeit und Komfort zurückgeben und dabei gleichzeitig wichtige Erfahrungen für die Weiterentwicklung des ÖPNVs gewinnen“, erklärt Verkehrsdezernent Andreas Kowol.

Ein Sonderpreis von drei beziehungsweise vier Euro gilt immer dann, wenn ein Weg in direktem Zusammenhang mit einer Bahnfahrt steht. Er gilt also für alle ÖPNV-Fahrgäste, die an den Bahnhöfen Wiesbaden Ost oder Biebrich in beziehungsweise von S-Bahnen und Regionalbahnen umsteigen. Darum muss vor Beginn einer Taxifahrt auch immer ein gültiges ÖPNV-Ticket für das Wiesbadener Stadtgebiet vorgezeigt werden.

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kostet eine direkte Fahrt zwischen den Bahnhöfen Wiesbaden Ost beziehungsweise Wiesbaden-Biebrich und dem Hauptbahnhof Wiesbaden die Fahrgäste drei Euro, der Restbetrag wird von der Landeshauptstadt Wiesbaden übernommen. Erfolgt eine Fahrt zwischen den Bahnhöfen Ost beziehungsweise Biebrich und den Bushaltestellen am Platz der Deutschen Einheit oder am Dern‘schen Gelände, sind pro Fahrt vier Euro zu bezahlen.

Wichtige Erkenntnisse über die Nachfrage von zusätzlichen Verkehrsangeboten

Neben einer temporären Attraktivitätssteigerung für den Wiesbadener Nahverkehr verspricht sich das Verkehrsdezernat von diesem Pilotprojekt wichtige Erkenntnisse über die Nachfrage von zusätzlichen, ergänzenden Verkehrsangeboten zur Personenbeförderung in Wiesbaden.

Da von der Stadt nicht gewährleistet werden kann, dass alle Wiesbadener Taxiunternehmen an diesem Projekt teilnehmen, wird Fahrgästen empfohlen, sich zunächst telefonisch bei einer Taxizentrale oder einem Taxiunternehmen zu erkundigen, ob zum gewählten Zeitpunkt eine Fahrt im Rahmen des Pilotprojektes „Salzbachtalbrücken-Taxi“ möglich ist.

„Ich hoffe sehr, dass die Bahn-Fahrgäste in der Stadt von unserem Angebot regen Gebrauch machen und wünsche allen Beteiligten eine gute Fahrt“, sagt Kowol abschließend.