Am Mittwochabend (17. Juni 2021) gegen 19:00 Uhr kam es zu einem Großeinsatz der Polizei am Winterhafen in Mainz. Der Bereich rund um die Einsatzstelle wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt.

Zahlreiche Polizeibeamte mit Tasern und Maschinenpistolen bewaffnet

Die Polizei wurde zunächst über den Notruf darüber informiert, dass es dort zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen war. Dabei soll einer der Beteiligten mit einer Schusswaffe auf einen der Kontrahenten gezielt haben. Aufgrund dieser Meldung machten sich umgehend zahlreiche Polizeibeamte mit Tasern und Maschinenpistolen bewaffnet auf den Weg zum Winterhafen. Vor Ort wurden zunächst Teilbereiche rund um die Drehbrücke weiträumig abgesperrt.

Am Winterhafen wurden die Polizisten auf eine fünfköpfige Personengruppe aufmerksam gemacht, unter denen sich laut Zeugenangaben auch der Mann mit der Waffe befinden sollte. Um jegliche Gefahr auszuschließen wurden die Personen, unter dem Vorhalt der Einsatzwaffen, angesprochen und aufgefordert sich flach auf den Boden zu legen. Um sie zu durchsuchen, wurden ihnen Handschellen angelegt. Bei der Durchsuchung konnte bei einem 24 Jahre alten Mann eine täuschend echt aussehende, schwarze Softairwaffe aufgefunden und sichergestellt werden.

Zuvor wurde der 24-Jährige mit der Waffe bedroht

Nachdem die Durchsuchungsmaßnahmen abgeschlossen waren konnte die Polizei den Sachverhalt klären: Scheinbar war es zuvor zu einer Auseinandersetzung zwischen der fünfköpfigen Gruppe und zwei Jungs im Kindesalter gekommen. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung hat der 24-Jährige das Fahrrad der beiden Jungen in Richtung Rheinböschung geworfen. Daraufhin hat einer der beiden Jungs die Softairwaffe gezogen und auf den Kopf des 24-Jährigen gezielt.

Ein Begleiter des 24-Jährigen konnte dem Jungen die Softairwaffe jedoch abnehmen und das Magazin entfernen. Das Magazin warf er in den Rhein, behielt jedoch die Waffe. Die beiden Jungen flüchteten daraufhin vom Tatort.

Die Polizei sucht Zeugen

Die Identität der beiden Jungen ist der Polizei bislang noch nicht bekannt. Zudem wurden die Ermittlungen wegen der waffenrechtlichen und strafrechtlichen Verstöße aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich telefonisch unter 06131-654110 bei der Polizei zu melden.