BYC-NewsMainzPolizei MainzPerfide Betrugsmasche in Mainz - Opfer war 86 Jahre

Perfide Betrugsmasche in Mainz – Opfer war 86 Jahre

Ein 86-jähriger Mann wurde über ein Jahr lang systematisch um sein Erspartes gebracht – erst durch die Aufmerksamkeit eines Zeugen flog die dreiste Betrugsmasche in Mainz auf.

Ein besonders schwerwiegender Fall von Trickbetrug beschäftigt derzeit die Ermittler in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz. Ein 86-jähriger Senior aus Mainz ist über den Zeitraum von mehr als einem Jahr Opfer einer perfiden Betrugsmasche in Mainz geworden. Dabei wurde dem älteren Herrn von Kriminellen ein Schaden in Höhe von mindestens 40.000 Euro zugefügt. Das bittere Ende einer langen Kette von Täuschungen kam erst ans Licht, als ein aufmerksamer Zeuge im Umfeld des Mannes Verdacht schöpfte.

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Die Masche mit dem falschen Oberst

Die Ermittlungen ergaben ein erschütterndes Bild: Der Senior stand seit über zwölf Monaten in ständigem Kontakt mit einer Person, die sich als „Oberst der Europol“ ausgab. Dieser falsche Beamte spiegelte dem Mann vor, sein Geld sicher und gewinnbringend anlegen zu können, um ein beträchtliches Vermögen für ihn aufzubauen. Im Vertrauen auf die offizielle Autorität des angeblichen Polizisten überwies der Senior regelmäßig Geldbeträge und kaufte in großem Stil Paysafe-Karten. Die Codes dieser Wertkarten übermittelte er direkt an die Betrüger.

Aufmerksamkeit eines Zeugen verhindert Schlimmeres

Dass die Betrugsmasche in Mainz letztlich gestoppt werden konnte, ist der Zivilcourage eines Mitbürgers zu verdanken. Einem Zeugen war aufgefallen, dass der 86-Jährige ungewöhnlich häufig Paysafe-Karten erwarb. Auf Nachfrage erklärte der Senior ahnungslos, dass diese Zahlungen für „Interpol“ bestimmt seien. Der Zeuge reagierte sofort richtig und sprach den Herrn auf die Ungereimtheiten an, was schließlich zur Einschaltung der echten Polizei führte.

Prävention: So schützen Sie sich vor Betrug

Die Polizei Mainz nimmt diesen Fall zum Anlass, um erneut eindringlich vor derartigen Vorgehensweisen zu warnen. Es ist wichtig zu wissen: Internationale Polizeibehörden wie Europol oder Interpol treten niemals telefonisch oder über Messenger-Dienste an Bürger heran, um Geldüberweisungen, Gutscheincodes oder Kryptowährungen zu fordern.

Um nicht Opfer einer Betrugsmasche in Mainz zu werden, rät die Polizei zur Vorsicht bei folgenden Anzeichen:

  • Forderungen: Unbekannte Personen verlangen hohe Geldbeträge oder Wertkarten.

  • Druckmittel: Die Täter nutzen offizielle Titel oder drohende Behördenszenarien, um Druck aufzubauen.

  • Geheimhaltung: Es wird ausdrücklich gefordert, mit niemandem über die Transaktionen zu sprechen.

Sprechen Sie bei dubiosen Kontaktversuchen immer mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen. Im Zweifelsfall sollte umgehend die echte Polizei informiert werden.

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