Um Laminat eigenständig verlegen zu können, muss es fachgerecht zugeschnitten werden. Hier ist die Frage, welche Säge sich am besten dafür geeignet ist. Die Maschinen haben schließlich ganz verschiedene Vor- und Nachteile.

Vor- und Nachteile von Stich- und Kappsägen

In der Praxis schlagen sich meistens die Stichsäge oder die Kappsäge garnicht so schlecht. Am besten ist man bedient, wenn man mehrere Modelle hat. So können Sie mit der Kappsäge größere Stückzahlen in kürzester Zeit zurecht schneiden und mit der Stichsäge Ausschnitte und Aussparungen für beispielsweise Heizungselemente produzieren. Doch mit der Stichsäge kann es passieren, dass das Schnittmuster und die -kanten stärker ausfransen. Gute alternative Sägemaschinen sind zum Beispiel die Handkreissäge oder die Tauchsäge.

Wenn Sie Aussparungen schneiden müssen, raten wir eher zur Tauchsäge. Ist das nicht der Fall, dann zur Handkreissäge, denn diese ist noch etwas günstiger. Allgemein haben diese Sägen den Vorteil, dass sie enorm vielseitig eingesetzt werden können und verhältnismäßig weniger Geld kosten als andere Kreissägen, wie die Tischkreissäge oder die Kappsäge. Einen ausführlichen Handkreissäge Test finden sie hier. Mit diesen Geräten sind auch Tauchschnitte, ähnlich wie mit einer Kappsäge möglich.

Mit der Handkreissäge lassen sich die Arbeiten ebenso wie mit der Handkreissäge schnell, sicher und mit hoher Effizienz durchführen. Dabei gehen die Schnitttiefen auch bis zu 70 mm. Das ist für Parkett schon ein vielfaches ausreichend. Sie können auch auf kleinere Geräte, zum Beispiel Mini Handkreissägen zurück greifen, da diese noch handlicher sind, einen kleineren Sägeblattdurchmesser besitzen und eine kleinere Schnitttiefe. Dafür ist aber auch die Drehzahl höher und das Material hat weniger Ausriss an den Schnittkanten.

Die Schnitttiefe kann in der Regel stufenlos eingestellt werden, ebenso wie der Schnitt- bzw. Gehrungswinkel. Manche Geräte besitzen auch eine Hinterschnittfunktion. Das müssten Sie jedoch vorher für sich festlegen, ob die Funktion benötigt wird. Bei den meisten Maschinen lässt sich der Winkel jedoch nur zwischen 0 bis 45 Grad einstellen. Wenn sie ein Problem mit dem Kabel beim Arbeiten haben, können sie auch auf eine Akku Handkreissäge oder Tauchsäge zurückgreifen. Hierbei sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Akku genug Kapazität besitzt, denn er bestimmt sie maximale Einsatzdauer des Werkzeugs.

Zusätzliche Hilfsmittel beim Schneiden von Parkett

Bei Tauch- und Handkreissägen sowie den Tischkreissägen dienen eine Führungsschiene oder ein Parallelanschlag als bewährte Hilfsmittel, um exakte und gerade Parallelschnitte ausführen zu können.

Dabei sollten Sie darauf achten, dass die Handkreissäge auf der Führungsschiene stabil anliegt, schon alleine aus Sicherheitsgründen, aber auch um möglichst genaue Schnittergebnisse bekommen zu können. Prüfen Sie beim Kauf einer solchen Schiene, dass der Untergrund gummiert ist, damit die Führungsschiene nicht so leicht rutscht. Außerdem sollte es eine Möglichkeit geben, die Schiene zu fixieren, zum Beispiel mit Schraubzwingen.

Fast alle Handkreissägen besitzen einen Parallelanschlag. Es handelt sich dabei um eine veränderbare Führungsschiene, die meistens aus Aluminium oder aber aus Stahl besteht. Sie befindet sich neben dem Kreissägeblatt der Maschine und sie kann einfach montiert oder wieder demontiert werden. Darüber hinaus lässt sich auch die gewünschte Position einstellen und fixieren, so dass sich die Schnittkante  in dem von Ihnen bestimmten  Abstand zum Endstück des Holzmaterials befindet.

Dadurch können Sie besonders genaue lange Schnitte durchführen und gleich breite sowie gleich lange Teile aus dem gleichen Werkstück sägen. Außerdem geht die Arbeit so wesentlich schneller von der Hand.

Wie verlegt man das Parkett?

Mit dem Verlegen der Parkettdielen, sollten Sie von links aus beginnen. Schneiden Sie vom Parkett ein 10 cm langes Stück ab. Dieser sollte senkrecht zum Boden an die Wand zwischen Wand und Diele gelegt werden und dient als Distanzkeil. Da das Parkett circa 1 cm dick ist, beträgt der Abstand dann ebenfalls 1 cm zur Wand.

Die Verbindungsstellen zwischen den Dielen, klopfen Sie während des Verlegens mit einem Gummihammer fest. Wenn Sie auf der rechten Seite an der Wand angekommen sind, messen Sie die Länge die für die letzte Diele benötigt wird mit einem Messband oder Meterstab. Danach schneiden Sie eine weitere Diele auf die gemessene Länge und setzen diese als Endstück sowie den Distanzkeil ein.

Die zweite Dielenreihe beginnen Sie nun mit dem Verschnitt der ersten Dielenreihe. Achten Sie dabei wieder darauf, von links nach rechts zu verlegen.

Diesen Vorgang wiederholen Sie solange, bis Sie an der vorletzten Reihe angelangt sind. Nun messen Sie den Abstand zur Wand ab und schneiden die zu verlegenden Dielen entsprechend zu.

Schneiden Sie nach dem Verlegen des Bodens die Fußleistenenden auf Gehrung. Am besten ist dafür eine Kappsäge oder Gehrungslade mit Feinsäge geeignet. Der Schnitt sollte sauber sein und einen Winkel von 45° besitzen.

An der Innenseite der Fußleisten, bringen Sie nun aller 30 cm etwas Kleb- und Dichtmasse. Danach einfach die Leisten an die Wand drücken und aushärten lassen. Wenn es Unebenheiten an der Wand gibt, sollten Sie die Fußleisten mit Nägeln zusätzlich fixieren um Lücken zwischen Leisten und Wand zu schließen.

Fazit

Mittlerweile gibt es hochmoderne und genau schneidende Handkreissägen, die darüber hinaus auch noch für den Gehrungsschnitt geeignet sind. Da Sie mit Sicherheit sowieso noch Fuß- oder Sockelleisten verlegen und für die Verbindungsstellen an den Ecken auf Gehrung sägen müssen, bietet sich eine Kappsäge oder eine Handkreissäge als Hilfsmittel beim Verlegen von Parkett an.