Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, das ist Ziel der Förderinitiative „GUT WOHNEN IN DER REGION!“, die am 27. Oktober 2021 das Ministerium der Finanzen mit einer Auftaktveranstaltung gestartet hat. Oppenheim wird als eine von vier Pilotgemeinden in Rheinland-Pfalz dabei sein. Vorausgegangen war ein Interessensbekundungsverfahren, dessen Teilnahme Oppenheim (AL) der Oppenheimer Stadtrat auf Antrag der Alternativen Liste im März beschlossen hatte.


Erste Beigeordnete Silke Rautenberg dazu

„Pilotkommune der Förderinitiative zu sein, ist für uns eine Riesenchance. Wir bekommen bis März 2024 fachliche Beratung und finanzielle Unterstützung, um innerstädtisch bezahlbaren Wohnraum in einer hohen städtebaulichen Qualität zu schaffen“, freut sich Oppenheims Erste Beigeordnete Silke Rautenberg über die Aufnahme in das Programm. „Es gibt eine große Nachfrage nach Wohnraum in Oppenheim, gleichzeitig aber kaum noch freie Flächen. Potenzial bieten jedoch Bereiche der Oppenheimer Vorstadt sowie das Gewerbegebiet Kette-Saar“, schildert Rautenberg, die auch den Antrag für die Stadt auf den Weg gebracht hat.

Fachliche Beratung und finanzielle Unterstützung bis 2024

Oppenheim wird in den ersten beiden Projektphasen bis zum Sommer 2022 von der Nassauischen Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH bei ihren strategisch- konzeptionellen Überlegungen und bei der Konkretisierung umzusetzender Maßnahmen beraten. In der dritten Projektphase, der Umsetzungsphase, können die vorgesehenen Maßnahmen mithilfe einer Förderung des Landes umgesetzt werden. Die dabei entstehenden förderfähigen Kosten für nicht investive Maßnahmen können bis zu einem Anteil von 90 %, maximal bis 250.000 € je durch das Land übernommen werden.
Voraussetzung hierfür ist der Abschluss einer Vereinbarung mit dem Land, in der sich die Gemeinde zur Umsetzung von mindestens 20 % an gefördertem Mietwohnraum auf den zu entwickelnden Flächen verpflichtet sowie ein entsprechender Förderantrag zur Beschreibung der konkreten Einzelmaßnahmen. Die Förderinitiative läuft bis zum Herbst 2024 und wird von einer Projektassistenz, dem Büro Quaestio – Forschung & Beratung GmbH aus Bonn, begleitet und betreut.

Innenentwicklung vor Außenentwicklung

Bauministerin Doris Ahnen: „Ich freue mich deshalb sehr, dass wir insgesamt vier Städte als Pilotgemeinden auswählen konnten, bei denen die Entwicklung von Wohnbauland eine drängende Aufgabe ist und die sich dem Ziel einer qualitätvollen Stadt-, Orts- und Quartiersentwicklung unter Beachtung des Vorrangs der Innen- vor einer Außenentwicklung verschrieben haben.“ Neben Oppenheim werden Frankenthal und Wörth als Städte in dynamisch wachsenden Stadt-Umland-Bereichen (Förderkategorie A) und zudem die Stadt Bad Kreuznach als Gemeinde mit überörtlicher Wohnraumversorgungsfunktion (Förderkategorie B) in den nächsten drei Jahren bei der Aktivierung und gezielten Entwicklung von Wohnbauflächen unterstützt. Die Unterstützung schließt neben der Bereitstellung externer Fachexpertise eine umfangreiche Förderung aus dem Landesprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)“ ein.