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Massive Probleme beim ÖPNV zwischen Ingelheim und Bingen

Es ist kein winterliches Intermezzo, sondern ein Dauerzustand: Zahlreiche Berichte von BYC-News Lesern belegen, dass die Verbindung zwischen Ingelheim und Bingen seit Monaten am Limit agiert – zum Leidwesen von Kindern und berufstätigen Eltern.

Die Probleme mit dem ÖPNV zwischen Ingelheim und Bingen – Die Flut an Zuschriften in unserer Redaktion reißt nicht ab – sei es per Anruf, E-Mail oder über die Social-Media-Kanäle von BYC-News. Was Eltern und Pendler uns schildern, zeichnet das Bild eines fast vollständigen Infrastrukturversagens in der Region Mainz-Bingen. Dabei wird eines besonders deutlich: Die aktuellen wetterbedingten Schwierigkeiten sind lediglich die Spitze des Eisbergs. Das Chaos beim ÖPNV ist ein strukturelles Problem, das die Betroffenen schon seit dem letzten Jahr begleitet und mittlerweile jede Planungssicherheit für den Alltag geraubt hat.

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Gestrandet am Bahnsteig: Wenn der ÖPNV kapituliert

Schülerinnen und Schüler aus Ingelheim, die täglich nach Bingen pendeln, erleben eine Odyssee nach der anderen. Es ist mittlerweile bittere Routine, dass Kinder am Bahnhof stehen und sich schlichtweg nichts bewegt. Die Anzeigetafeln springen von „5 Minuten Verspätung“ auf „fällt aus“, ohne dass ein Schienenersatzverkehr in Sicht wäre. In diesen Momenten sind die Jugendlichen auf sich allein gestellt, während die Eltern am Arbeitsplatz die nächste Hiobsbotschaft per WhatsApp erhalten.

Doch auch der Umstieg auf den Bus bietet keine Rettung. Leser berichten BYC-News von sogenannten „Geisterbussen“ beim ÖPNV zwischen Ingelheim und Bingen. Kinder warten an den Haltestellen, doch der laut Fahrplan angekündigte Bus erscheint einfach nicht. Weder in den Apps noch an den digitalen Anzeigen wird über den Ausfall informiert. In der Kälte stehen gelassen zu werden, ist für viele Schüler mittlerweile zum traurigen Standard geworden.

Das „Elterntaxi“ als Dauerlösung

Dass die Kinder überhaupt noch pünktlich zum Unterricht erscheinen, ist oft nur dem verzweifelten Einsatz der Eltern zu verdanken. Wer es sich zeitlich irgendwie einrichten kann, schwingt sich morgens ins Auto, um den Nachwuchs über die Bundestraße oder die Autobahn nach Bingen zu chauffieren. Mittags wiederholt sich das Spiel oft in umgekehrter Richtung.

Dieser permanente Einsatz als privater Ersatzverkehr bringt viele Berufstätige in eine gefährliche Lage. Gegenüber der BYC-News Redaktion äußerten Leser die Sorge um ihre Arbeitsplätze. Um diesen täglichen Horror abzufangen, braucht man einen außergewöhnlich verständnisvollen Arbeitgeber. Doch wer im Schichtdienst arbeitet, im Krankenhaus Dienst tut oder feste Termine im Büro hat, kann nicht dreimal die Woche unangekündigt fehlen oder später kommen, weil der ÖPNV zwischen Ingelheim und Bingen mal wieder kollabiert ist. Die Angst, die berufliche Reputation oder gar den Job zu verlieren, ist bei vielen Eltern ein ständiger Begleiter.

Ein unhaltbarer Zustand ohne Perspektive

Es wird deutlich, dass hier nicht nur eine Verbindung gestört ist, sondern dass das Vertrauen in den öffentlichen Nahverkehr systematisch zerstört wird. Ein funktionierender ÖPNV zwischen Ingelheim und Bingen ist eine Grundvoraussetzung für das Leben und Arbeiten in unserer Region. Es kann nicht sein, dass Eltern für das Versagen der Verkehrsunternehmen mit ihrer Zeit, ihrem Geld und im schlimmsten Fall mit ihrer beruflichen Existenz haften.

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