Knapp die Hälfte des Hafenbeckens im Mainzer Industriehafen ist am Dienstagfrüh (25. Januar 2022) mit Diesel bedeckt gewesen. Die Polizei ermittelt nun wegen Umweltverschmutzung. BYC-News war vor Ort.


Wasserschutzpolizei alarmierte weitere Kräfte

Die Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt Mainz wurde gegen 8:50 Uhr an den Mainzer Industriehafen alarmiert.
Grund der Alarmierung war, dass die Wasserschutzpolizei im Hafenbecken Auffälligkeiten auf dem Wasser entdeckt hatte. Auf der Wasseroberfläche sei ein bräunlicher Schimmer und ein Schillern zu erkennen gewesen. Als Maßnahme gegen die weitere Ausbreitung des Öls brachte die Berufsfeuerwehr eine Ölsperre in Form von Saugmatten auf dem Wasser an. Zudem nahm die Wasserschutzpolizei Gewässerproben vom verunreinigten Hafenwasser.

Kein größerer Schaden erwartet

Zwar war die Geruchsbelästigung durch den Diesel deutlich, jedoch befürchte man keinen größeren Schaden für die Umwelt. Da es sich um ein großes frei zugängliches Gewässer handele, erwarte man beispielsweise kein Fischsterben. Dafür sei die Ölmenge zu klein und der Ölteppich zu dünn gewesen.

Ursache unklar: Polizei ermittelt

Alle paar Jahre komme so etwas im Industriehafen mal vor, meist seien Schiffe beteiligt. Das scheint in diesem Fall eher unwahrscheinlich, da kein Schiff zur betroffenen Zeit bzw. kurz davor im Hafen gelegen habe. Die Ursache ist daher nach wie vor unklar. Die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise von Zeugen.
Im Einsatz waren neben der Wasserschutzpolizei, die Berufsfeuerwehr Mainz, das Umweltamt der Stadt Mainz und der Hafenmeister.
Der Einsatz konnte gegen 12:30 Uhr beendet werden.

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