Diese Feststellung gibt das Ergebnis eines gemeinsamen Gespräches zwischen der CDU OB-Kandidatin Sabine Drees sowie den Vertretern der Interessengemeinschaft Kreuznacher Sportvereine wieder. Die Gesprächsteilnehmer waren sich darüber einig, dass das Prädikat „Sportstadt“ durch ein entsprechend breitgefächertes Angebot und vor allem durch die Leistungen der Kreuznacher Sportler und ihrer Vereine dokumentiert wird. OB- Kandidatin Drees erklärte, dass sie sich im Falle ihrer Wahl dafür einsetzen will, dass vorhandene Sportstätten gepflegt, erhalten und bedarfsgerecht ausgebaut werden. „Dem großen Engagement der 70 Vereine mit mehreren Tausend Mitgliedern möchte sie ihre Anerkennung aussprechen, sie systematisch in die Entscheidungsprozesse einbinden und auch ein offenes Ohr für ihre Bedürfnisse haben, sagte sie.


Der Sprecher des Netzwerkes Steffen Oberst und die Vereinsvertreter machten anhand einer Reihe von Beispielen deutlich, „wo der Schuh drückt“

Der Sprecher des Netzwerkes Steffen Oberst und die Vereinsvertreter machten anhand einer Reihe von Beispielen deutlich, „wo der Schuh drückt“. Dabei stehen für die Vereinsvertreter „nicht die finanzielle Unterstützung durch große Fördersummen, sondern vielmehr Fragen der Wertschätzung der Vereinsarbeit und eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen in der Verwaltung im Vordergrund“. Oberst beklagte auch überflüssige Reibungsverluste, wenn eine Mitarbeiterin für die Bereiche Sport, Kultur und Schule tätig sein muss und dieser Funktion „zwei Chefs hat“, nämlich die Oberbürgermeisterin und den Sportdezernenten. Auch die unterschiedliche Zuordnung der Ämter Sport, Grünflächen und Bau zu verschiedenen Dezernaten erschwert Entscheidungsprozesse in Verbindung mit den Sportstätten.

Hier liegt ein Schwerpunkt der Kritik durch die Vereine

Deutlich wird dies z.B. im Möbus-Stadion, wo der Sport- und Trainingsbetrieb in den Wintermonaten nach den Erfahrungen von Kathrin Breivogel und Oliver Holste von der SGE fast zum Erliegen kommt, weil die Rasenflächen in der gesamten Sportanlage gesperrt sind und in den Abendstunden kein Flutlicht zur Verfügung steht. Die Vereine müssen derzeit unter Erschwernissen in die Vororte ausweichen. Hier wäre keine generelle Schließung, sondern eine Entscheidung im Einzelfall nach der jeweiligen Wetterlage sachgerechter. Beim derzeitigen Verfahren sind auch die nicht vereinsgebundenen Sportler im wahrsten Sinne des Wortes ausgeschlossen, da sie -auch an Wochenenden- vor verschlossenen Stadion- Toren stehen.

Noch härter trifft es die kanusporttreibenden Vereine und den Bundesstützpunkt im Kanuslalom. Bisher standen im Hallenbad eigene Trainingszeiten -außerhalb der Öffnungszeiten für das Publikum- zur Verfügung. Dort war dann auch eine Trainingsarbeit mit Booten möglich. Nach den Schilderungen des Sportwartes des KSV, Walter Senft, müssen Boote im neuen Salinenbad aus und vor bleiben, da die Beckenauskleidung mit Folie diese Nutzung nicht mehr zulässt. Den Vereinen war im Vorfeld die Nutzung des neuen Bades im gleichen Umfang wie im „alten Hallenbad“ zugesagt worden.

Auch Sabine Bretz und Hans Wilhelm Hetzel von der VfL-Hockeyabteilung hoffen auf weitere Unterstützung durch das Sportamt bei Planung und Durchführung der erfolgreichen Mädchen- und Knabenturniere, die seit 1956 im gesamten Bundesgebiet und über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Sie hoffen darauf, dass die Turniere in diesem Jahr wieder durchgeführt werden können und wünschen sich eine bessere Abstimmung mit der Verwaltung im Hinblick auf die Coronabeschränkungen.

Für die Ringer des VfL zeigte sich Oliver Eich enttäuscht über das geringe Interesse der Stadtspitze an der Bundesliga und darüber, dass es aus finanziellen Gründen nicht möglich war, die Ringer in der 1. Bundesliga zu halten und dafür örtliche Sponsoren im erforderlichen Umfang zu finden.

Erfolge Kreuznacher Sportler bis hin zu den mehrfachen Olympiasiegen

Frau Drees versprach, dass sie im Falle ihrer Wahl dem Engagement der Vereine durch eine neue wertschätzende Anerkennungskultur gerecht wird und die Kontakte zu den Vereinen wieder intensivieren will. Sie begrüßt auch die beabsichtigte Aufarbeitung der Geschichte des Kreuznacher Sports durch Herrn Oberst in Kooperation mit dem Stadtarchiv Bad Kreuznach. Die Überlegungen, die großen Erfolge Kreuznacher Sportler bis hin zu den mehrfachen Olympiasiegen in angemessener Form zu dokumentieren und zu präsentieren, werden von ihr unterstützt.

An dem Gespräch nahmen außer der neugegründeten IG Netzwerk Sport auch Dieter Gronbach, der sportpolitische Berater der Kandidatin sowie Manager Werner Klopfer teil, der Gronbach, den früheren Sportdezernenten für diese Aufgabe gewinnen konnte. Sportdezernent Schlosser, mit dem Dieter Gronbach bereits Vorgespräche geführt hatte, signalisierte, dass auch ihm an einer Intensivierung der Zusammenarbeit gelegen ist dies für die „Nach-Coronazeit“ ganz oben auf seiner „To-do-Liste“ steht.