Klettern, klimmen, hangeln – und um den Überblick zu haben am besten ganz nach oben: Was sie am neuen Seilspielgerät auf dem Pausenhof der Wilhelm-Arnoul-Schule in Walldorf alles machen können, musste den Schüler*innen niemand erzählen. Die freie Zeit wird genutzt, um alles und sich auszuprobieren. Das Seilspielgerät ist der Renner an der Schule. „Es ist großartig, wie die neuen Spielmöglichkeiten genutzt werden“, sagte Landrat Thomas Will, der jüngst zusammen mit der Schulleiterin Christiane Deibert und den Kolleginnen des Gebäudemanagements den Spielort offiziell eröffnete.


Kinder erfreuen sich schon an dem Spielgerät

Die jungen Akrobaten der Grundschule haben „ihr“ Spielgerät längst in Beschlag genommen. Der Boden mit Holzhackschnitz jedenfalls ist weich und elastisch, da muss niemand Sorge haben, wenn mal auch ein Handgriff nicht so sitzt. Geplant wurde das zentrale Spielgerät auf dem Schulhof im Rahmen der Kooperativen Schulhofplanung. „Der Masterplan und die abgestimmte Planung der Außenanlagen sehen hier ein zentrales großes Spielgerät statt mehrerer Kleingeräte vor“, berichtet Michaela Eich, Fachdienstleiterin Bau und Technik im Fachbereich Gebäudemanagement des Kreises.

In enger Abstimmung mit der Schule sei eine Seillandschaft mit Seilpyramide und Baumhaus mit verschiedenen Klettermöglichkeiten für alle Jahrgangsstufen der Grundschule ausgesucht worden, so Eich. In der Tat waren die Kinder an dem Projekt maßgeblich beteiligt. Erst diskutierten sie in den Klassen über das Spielgerät, später im Schüler*innenparlament. Dort sei auch die Auswahl getroffen worden, welche Elemente enthalten sein sollen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Seilpyramide mit Baumhaus wird von 15 Flächennetzen in verschiedenen Größen von 9 bis rund 33 Quadratmeter eingefasst. Kletterteller, eine Hangelleiter sowie Kletterseile erhöhten den Spielwert zusätzlich. „Weil der aktuelle Umbau der Schule hin zur Ganztagsschule ohnehin viele Einschränkungen notwendig macht, war es dem Kreis als Schulträger wichtig, das Spielgerät schon während der Bauphase zum Spielen freizugeben“, so Landrat Will.

Das Spielgerät kostete rund 280.000 Euro, die Schule trug nach den Worten der Schulleiterin Deibert einen Eigenanteil von rund 88.000 Euro. Die Kletterwelt sorge nicht nur für viel Spaß, sondern sei bestens dazu geeignet, dass sich Kinder nach ihren Möglichkeiten motorisch bewegen können und ihre körperlichen Grenzen erfahren können. „Balance, Kraft und Motorik werden hier spielerisch trainiert“, sagte Deibert.