Nachdem der Kreistag den Grundsatz- und Standortbeschluss für das neue Gymnasium in Stadecken-Elsheim gefasst und den entsprechenden Errichtungsantrag beim Land Rheinland-Pfalz gestellt hat, steuert das Großprojekt auf die nächste Phase zu.
Wie die Kreisverwaltung Mainz-Bingen offiziell mitteilt, hat eine eigens eingerichtete, verwaltungsinterne Arbeitsgruppe ihre Arbeit aufgenommen und ist kürzlich zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengekommen.
Bündelung der Behörden zur Vermeidung von Zeitverlusten
Nach Angaben von Landrat Thomas Barth (CDU) fungiert die neue Arbeitsgruppe als eine Art behördeninterne „Taskforce“. Um die vielfältigen und komplexen Planungsschritte eng miteinander zu verzahnen, wurden Vertreter zentraler Fachbereiche an einen Tisch geholt.
Hierzu zählen unter anderem die Bauaufsicht, die Bauleitplanung, die Schulverwaltung sowie die Untere Naturschutz- und Wasserbehörde.
Begleitet wird die Gruppe zudem von Landrat Barth selbst sowie vom Ersten Kreisbeigeordneten Steffen Wolf (SPD).
Durch diese Struktur sollen Synergien im Kreishaus optimal genutzt und bürokratische Reibungs- oder Zeitverluste im anstehenden Planungsverfahren von vornherein minimiert werden. Parallel dazu haben bereits Abstimmungen mit der Orts- und Verbandsgemeinde, dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) sowie der ebenfalls im Planungsgebiet aktiven REWE Group begonnen.
Neues Gymnasium setzt provisorisches Schulgebäude für das Schuljahr 2027/28 in den Fokus
Die kommenden Monate stehen unter erheblichem zeitlichen Druck. Im Mittelpunkt der Taskforce-Arbeit steht zunächst die Realisierung eines provisorischen Schulgebäudes in Stadecken-Elsheim für die künftigen Eingangsklassen. Sofern die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) die entsprechende Verfügung erteilt, soll die neue Schule bereits zum Beginn des Schuljahres 2027/28 den Betrieb aufnehmen.
Da zu diesem frühen Zeitpunkt aufgrund der regulären Bauzeiten naturgemäß noch kein fertiges Schulgebäude stehen kann, müssen bau- und naturrechtliche Genehmigungen für eine Interimslösung auf den Weg gebracht werden.
Die Kreisverwaltung prüft hierzu aktuell verschiedene Optionen und steht im engen Austausch mit den kommunalen Partnern vor Ort.
Komplexes Großprojekt für die regionale Schullandschaft
Der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf unterstrich die Dimension des Vorhabens: Ein Schulneubau dieser Größenordnung gehöre zu den komplexesten Infrastrukturprojekten, die eine Kreisverwaltung zu bewältigen habe. Neben den baulichen Fragen müssen zahlreiche verkehrliche, naturschutzrechtliche und organisatorische Anforderungen bewältigt werden.
Ziel der neu formierten Arbeitsgruppe sei es daher, potenzielle planerische oder rechtliche Herausforderungen frühzeitig zu identifizieren, strukturiert abzuarbeiten und so den Weg für eine effiziente und zeitnahe Realisierung des neuen Gymnasiums in Stadecken-Elsheim zu ebnen.





