Dem US-Pharmakonzern Merck ist laut einer Studie ein großer Schlag im Kampf gegen das Coronavirus gelungen. Das könnte vor allem für Risiko-Patienten und ungeimpfte Personen ein großer Lichtblick sein.


Anzahl schwerer Verläufe halbiert

Das neue Corona-Medikament des Konzerns reduziert bei Risiko-Patienten deutlich die Wahrscheinlichkeit für schwere Verläufe. Dieses Ergebnis hat eine Studie erbracht. Verabreicht wird das Medikament als Pille.

In der Studie hätten Corona-Patienten mit milden bis mittleren Symptomen, die mit einem Placebo behandelt wurden, in 14,1 Prozent der Fälle innerhalb von 29 Tagen ins Krankenhaus gemusst. Acht davon seien gestorben, wie Merck mitteile. In der Patienten-Gruppe, die mit dem neuen Medikament Molnupiravir behandelt wurde, hätten lediglich 7,3 Prozent ins Krankenhaus gemusst. In dieser Testgruppe habe es im Studienzeitraum keine Todesfälle gegeben.

Die Zahlen basieren auf einer Auswertung der Daten von insgesamt 775 Corona-Patienten. Alle Probanden hatten zumindest einen Risikofaktor aufgewiesen, der einen schweren Verlauf wahrscheinlich macht.

Anträge sollen schnellstmöglich gestellt werden

Man wolle sich so schnell wie möglich um den Einsatz in den USA bemühen und auch entsprechende Anträge bei Behörden weltweit stellen, teilte der bekannte Konzern am Freitag (2. Oktober 2021) mit. Die Merck-Aktie stieg am Freitag im vorbörslichen Handel  zeitweise um rund acht Prozent an.

In der EU gibt es mit Remdesivir erst ein offiziell zugelassenes Medikament zur Behandlung von Covis-19. Einige andere werden aber dennoch schon eingesetzt. Darunter beispielsweise Dexamethason und Antikörper-Mittel.