Mit einem symbolischen Spatenstich hat Boehringer Ingelheim heute im Beisein der Klimaschutz- und Umweltministerin Anne Spiegel und der Landrätin Dorothea Schäfer den Bau eines neuen Biomasseheizkraftwerks am Standort Ingelheim gestartet. Damit sollen die standorteigenen CO2-Emissionen im Vergleich zu fossilen Energieträgern, wie beispielsweise Erdgas, um rund 50.000 Tonnen CO2 jährlich reduziert werden. Der Bau des Kraftwerks ist eine weitere Maßnahme im Rahmen eines Investitionsprogramms von 205 Millionen Euro in nachhaltige Infrastrukturprojekte, die das Unternehmen der klimaschonenden Energieversorgung seiner Standorte einen großen Schritt näher bringen wird. Der Standort Dortmund wurde bereits 2020 als CO2-neutraler Standort zertifiziert.



Energie des Unternehmens klimafreundlich und nachhaltig erzeugen

Das Biomasseheizkraftwerk soll 2023 den Betrieb aufnehmen und ist ein wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft. Auch die rheinland-pfälzische Landesregierung begrüßt den Großbau. Die Minderung von Treibhausgasemissionen ist ein wesentlicher Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes Rheinland-Pfalz. „Um den Klimawandel aufzuhalten, müssen wir Rheinland-Pfalz bis spätestens 2040 klimaneutral gestalten. Für die Zielerreichung sind alle gefragt. Der Neubau des Biomasseheizkraftwerks bei Boehringer Ingelheim ist ein wichtiger Schritt, um die Energie des Unternehmens klimafreundlich und nachhaltig zu erzeugen“, sagt Anne Spiegel, Klimaschutz- und Umweltministerin von Rheinland-Pfalz. „Mit dem Bau zeigt Boehringer Ingelheim eindrucksvoll, wie große Unternehmen sich innovativ und nachhaltig für den Schutz von Klima und Umwelt einsetzen.“

Zu 80 Prozent nachhaltiger Strom

Die nachhaltige Kraftwerkstechnologie wird den Standort Ingelheim zu 80 Prozent mit nachhaltigem Strom versorgen. Als Energieträger dient Altholz, das nicht anderweitig verwertet werden kann. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der immer knapper werdende fossile Brennstoffe schont. Das Gebrauchtholz stammt aus dem Rhein-Main-Gebiet und wird nach strengen Qualitätsstandards kontrolliert. So stellt das Unternehmen sicher, dass der Fremdstoffanteil im Holz weit unter den gesetzlichen Mindeststandards liegt.

Umwelt im Blick Seit 2011 arbeitet das Unternehmen mit einer eigenen Initiative an der klima- und umweltfreundlichen Gestaltung seiner Standorte weltweit. Dem Standort Deutschland kommt bei den Maßnahmen zur Energieeffizienz eine besondere Bedeutung zu. Mit rund 47 Prozent der weltweiten Produktionsarbeitsplätze ist Deutschland der größte Produktionsstandort des Unternehmensverbands. In Ingelheim sind deutschlandweit mehr als die Hälfte aller Produktionsarbeitsplätze angesiedelt. Mit dem Bau des neuen Biomasseheizkraftwerks wird sich der CO2-Ausstoß am Stammsitz künftig deutlich verringern: Auf bis zu 80 Prozent beziffert das Unternehmen die geschätzten Einsparpotenziale.



Zusätzliche Investitionen in nachhaltige Maßnahmen

Allein in den letzten vier Jahren haben Mitarbeitende an den deutschen Standorten 143 Projekte zur Einsparung von Energie und CO2 umgesetzt. Durch den Bau energieeffizienterer Gebäude etwa konnte das Unternehmen bisher rund 20 Prozent seines Energiebedarfs pro Quadratmeter Grundfläche einsparen.

Die bisherige Bilanz dieser Maßnahmen fällt positiv aus: „In den letzten neun Jahren haben wir unseren ökologischen Fußabdruck spürbar verringert – bei gleichzeitigem Wachstum des Unternehmens. Die Investition von 205 Millionen Euro wird die Standorteigenen CO2-Emissionen zukünftig signifikant mindern „, erklärt Sabine Nikolaus, Landesleiterin Deutschland. „Als familiengeführtes Unternehmen denken wir in Generationen und möchten, dass unsere Umwelt auch in Zukunft ein bewohnbarer Ort für Mensch und Tier bleibt.“

Standort Dortmund bereits klimaneutral

Der Standort Dortmund ist bereits im letzten Jahr als CO2-neutraler Standort zertifiziert worden. Eine der Hauptmaßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen war die Umstellung auf nachhaltigem Strom zum 01.01.2020. Allein diese verringerte die Emissionen um über 80 Prozent im Vergleich zu 2019. Zudem wurden in den Produktionsstätten ein effizienterer Gasbrenner sowie Abgasreinigungsanlagen zur Vermeidung von Emissionen weiterer, in der Produktion notwendiger klimaschädlicher Gase installiert. Kleinere Projekte, wie der Austausch von Leuchtstoffröhren gegen energieeffizientere LED-Lampen, tragen zur weiteren Emissionsreduktion und Energieeffizienzerhöhung bei.

Mehr über Boehringer Ingelheim

Die Entwicklung neuer und besserer Medikamente für Menschen und Tiere ist das, was unsere Arbeit ausmacht. Unser Auftrag ist es, bahnbrechende Therapien zu entwickeln, die Leben verändern. Seit der Gründung im Jahr 1885 ist Boehringer Ingelheim unabhängig und in Familienbesitz. Dadurch sind wir frei, unsere langfristige Vision zu verfolgen: die gesundheitlichen Herausforderungen der Zukunft zu identifizieren und dort tätig zu werden, wo wir am meisten erreichen können.

In unserem weltweit führenden, forschungsgetriebenen Unternehmen schaffen täglich über 51.000 Mitarbeitende Werte durch Innovation in unseren drei Geschäftsbereichen: Humanpharma, Tiergesundheit und Biopharmazeutische Auftragsproduktion. Im Jahr 2019 erzielte Boehringer Ingelheim Umsatzerlöse von 19 Milliarden Euro. Unsere umfassenden Investitionen von knapp 3,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung wirken als Innovationstreiber und ermöglichen die nächste Generation von Medikamenten, die Leben retten und Lebensqualität verbessern.

Wir können mehr wissenschaftliche Chancen nutzen, indem wir auf die Kraft von Partnerschaften und die Vielfalt der Expertinnen und Experten in den Life Sciences setzen. Durch Zusammenarbeit können wir den nächsten medizinischen Durchbruch schneller erreichen, der das Leben heutiger und zukünftiger Patienten verändern wird.