Der Neubau der Salzbachtalbrücke im Zuge der A66 kommt voran: Erste Elemente der für den Bau des südlichen Bauwerks (Fahrtrichtung Frankfurt) vorgefertigten und an der A 661 bei Dreieich-Sprendlingen bereits zwischengelagerten Stahlteile wurden angeliefert. Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, und Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, haben sich am Montag (13. Juni 2022) vor Ort ein Bild vom Baufortschritt gemacht.


Dort zeigte sich Imposantes:

Erste Elemente der insgesamt rund 226 Stahlbauteile (64 große Bauteile und 162 Bauteile für die Kragarme), deren Gesamtgewicht wird sich auf rund 2810 Tonnen addieren, liegen jetzt vor Ort und werden in einem Taktkeller vormontiert und verschweißt. Einzelne Elemente haben ein Gesamtgewicht von bis zu 89 Tonnen.

Oliver Luksic: „Als erfolgreiche Wirtschaftsnation im Herzen Europas benötigt Deutschland eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur. Eine der vordringlichsten Zukunftsaufgaben ist daher das Thema Brückenmodernisierung. Damit Deutschland auch künftig über leistungsfähige und moderne Autobahnbrücken verfügt, hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr im März ein 9-Punkte-Zukunftspaket für leistungsfähige Autobahnbrücken vorgestellt. Damit werden wir die Brücken in Deutschland zügig, effektiv und bürgerfreundlich modernisieren. Allein hier in Wiesbaden investiert der Bund rund 150 Millionen Euro in den Ersatzneubau der Salzbachtalbrücke. Das Projekt wird seiner Bedeutung entsprechend mit hoher Priorität behandelt. Für die Region freue ich mich über die Perspektive, dass das südliche Bauwerk bis Ende 2023 fertiggestellt werden soll.“

Salzbachtalbrücke | Quelle: Autobahn GmbH

Eine riesige Entlastung für die Region

Die Südbrücke wird dem Verkehr zunächst vier provisorische Fahrstreifen – zwei in jeder Fahrtrichtung – bieten. Eine riesige Entlastung für die Region. Wenn die wichtige Verbindung für den Verkehr zwischen dem Rheingau und Frankfurt wiederhergestellt ist, wird mit dem Bau der nördlichen Teilbrücke (Fahrtrichtung Rüdesheim) begonnen. Nach Fertigstellung wird sie den Verkehr in Richtung Rheingau und – über die Schiersteiner Brücke – weiter nach Rheinhessen aufnehmen. Jede der beiden Brücken wird zunächst zwei Fahrstreifen der A 66 tragen, bietet jedoch genügend Platz für einen zukünftigen Ausbau. Ziel ist es, den Ersatzneubau der A 66 Salzbachtalbrücke bis Mitte 2025 umzusetzen.

Stephan Krenz dazu:

„Die Autobahn GmbH hat sich das Ziel gesetzt, schrittweise die Zahl der fertig modernisierten Brücken von bisher 200 auf 400 Brücken pro Jahr zu erhöhen. Wir wollen, dass in weniger als 10 Jahren in einem Kernnetz von besonders wichtigen Autobahnstrecken die modernisierungsbedürftigen Brückenbauwerke verstärkt oder erneuert werden. Auch hier an der Salzbachtalbrücke geben wir Gas. Die Autobahn GmbH des Bundes und alle an diesem Projekt Beteiligten arbeiten jeden Tag mit Hochdruck an diesem wichtigen Großprojekt. Der Stahlbau hat begonnen. Für den östlichen Pfeiler der Südbrücke wird gerade die Gründung mit der Pfahlkopfplatte vervollständigt, um im Anschluss den Pfeiler herzustellen, der als Erstes für den Verschub des Stahlbaus benötigt wird. Parallel wird auch bereits der Bau der Nordbrücke vorbereitet.“