Am frühen Sonntagmorgen (19. September 2021) gegen 4:40 Uhr kam es zu einem tragischen Unfall auf der Autobahn A5 Friedberg und Ober-Mörlen. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben.


Vier Tote und zwei Schwerverletzte

Gegen 4.40 Uhr krachten insgesamt vier Autos auf der A5 in Richtung Kassel ineinander. Bei dem Verkehrsunfall starben eine 19-Jährige, ein 19-Jähriger und ein 33-Jähriger aus dem Landkreis Gießen sowie ein 68-Jähriger aus Frankfurt. Eine weitere 19-Jährige und ein 19-Jähriger aus dem Landkreis Gießen wurden schwerst verletzt und vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht. Dabei kam auch ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. 52-Jähriger aus dem Rhein-Taunus-Kreis erlitt leichte Verletzungen.

Durch umherfliegende Trümmerteile kam es auch auf der Gegenfahrbahn zu mehreren Folgeunfällen, bei denen jedoch nur Sachschaden entstand.

Vollsperrung dauerte mehrere Stunden an

Die Unfallstelle erstreckte sich über mehrere hundert Meter. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten mehrere Stunden an und die Autobahn musste zeitweise in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden. Neben Polizei und Rettungskräften kamen auch Feuerwehr, Notfallseelsorge und Straßenmeisterei zum Einsatz. Nachdem die Vollsperrung aufgehoben wurde, löste sich der Rückstau gegen 12.25 Uhr auf.

Die Ermittlungen dauern an

Wie es zu dem Verkehrsunfall kam und, ob ein kurz vor dem Unfall gemeldeter Falschfahrer damit in Zusammenhang steht, sollen die Untersuchungen eines beauftragten Sachverständigen ergeben. Zudem ist auch die Staatsanwaltschaft Darmstadt an den  Ermittlungen beteiligt.

Falschfahrer vermutlich schuld am Unfall

Am Montagnachmittag (20. September 2021) teilte die Polizei folgendes mit: „Derzeit gehen Staatsanwaltschaft und Polizei von folgendem Unfallhergang aus: Der 33-jährige Fahrer eines Opel Astras benutzte gegen 4:40 Uhr als Falschfahrer die Fahrbahn der A5 Richtung Kassel, um in Richtung Süden zu fahren. Zwischen der Auffahrt Friedberg und der Raststätte Wetterau prallte der im Landkreis Gießen lebende Mann frontal gegen einen Renault. Zwei der vier Insassen des Renaults verstarben noch an der Unfallstelle, zwei 19-jährige Mitfahrende erlitten schwerste Verletzungen – ihr Gesundheitszustand ist weiterhin unverändert. Der Fahrer des Opels verstarb in einer Frankfurter Klinik. Ein dem Renault folgender Opel und ein Aston Martin prallten anschließend in die Fahrzeuge. Der 68-jährige Fahrer dieses Opels verstarb ebenfalls an der Unfallstelle. Der 52-jährige Fahrer des Aston Martins trug leichte Verletzungen davon. Die Polizei spricht allen Ersthelfern ihren Dank aus, die sich dieser belastenden Situation gestellt haben. Ein Kriseninterventionsteam betreute Ersthelfer und Zeugen auf der Raststätte Wetterau.“

Die Polizei sucht nun nach Zeugen und fragt: Wer hat den Verkehrsunfall beobachtet? Wer kann Angaben zu dem falsch fahrenden Opel Astra machen? Hinweise erbittet die Polizeiautobahnstation Mittelhessen unter der Rufnummer 06033 – 70435010. Weitere Angaben zum Unfallgeschehen können zum aktuellen Zeitpunkt nicht gemacht werden.