Die Enttäuschung am Dienstagabend (20. April 2021) war groß, als der FC Schalke 04 um 22:22 Uhr nach der Niederlage in Bielefeld (0:1) abgestiegen war. So mancher kann es immer noch nicht glauben, dass der einst so glorreiche Verein nun nach 30 Jahren den Gang in die 2. Liga antreten muss. Und hier beginnen nun die Probleme.


Den Club aus dem Ruhrpott drücken aktuell Verbindlichkeiten in Höhe von 217 Millionen Euro. Die Umsatzeinbußen aufgrund der aktuellen Pandemie betragen etwa 70 Millionen in dieser Saison. Kaum zu glauben, dass der Verein im nächsten Jahr großen Spielraum hat, um namhafte Transfers für das Ziel Wiederaufstieg stemmen zu können.

Der Verbleib von Trainer Dimitrios Grammozis scheint nicht sicher

Auch der Verbleib des Trainers Dimitrios Grammozis scheint nicht mehr sicher. Wie aus dem Umfeld der Schalker zu vernehmen ist, soll ein kompletter Cut gemacht werden, um einen richtigen Neuanfang zu beginnen. Ob dies mit dem aktuellen Cheftrainer sein wird, bleibt abzuwarten. Hier werden die nächsten vier Spiele entscheidend sein, wie sich der FC Schalke 04 aus der Bundesliga verabschiedet.

Der aktuelle Kader soll ausgedünnt werden. Großverdiener wie Ralf Fährmann und Mark Uth sollen den Club verlassen, notfalls auch mit einer Abfindung ablösefrei gehen dürfen. Spieler wie Suat Serdar, Omar Mascarell oder Amine Harit verkauft werden, um so Einnahmen in die klammen Kassen zu spülen.

Ob mit Klaas Jan Huntelaar und Sead Kolasinac verlängert wird oder verlängert werden kann, ist nicht sicher. Während Klaas Jan Huntelaar wohl bereit ist, die Mission Wiederaufstieg mit anzugehen und auch einen Gehaltsverzicht signalisiert, spielt bei der Personalie Sead Kolasinac der aktuelle Arbeitgeber Arsenal London eine Rolle mit.

Als Neuzugänge aktuell neben dem bereits fest verpflichteten Danny Latza, sind Stürmer Simon Terodde vom HSV, Mittelstürmer Serdar Dursun von Darmstadt 98 und Robin Quaison von Mainz 05 im Gespräch. Letzterer dürfte zumindest ablösefrei sein, da sein Vertrag am Ende der Saison endet.