BYC-NewsMainzVerkehr MainzMombacher Parkplatz-Debatte: SPD kontert Kritik der Grünen

Mombacher Parkplatz-Debatte: SPD kontert Kritik der Grünen

Parkplatzmangel in Mombach: Die SPD-Fraktion präsentiert konkrete Pläne für zusätzliche Parkflächen in der Kreuzstraße

Streit um Mombacher Parkplatz – „Die Pressemeldung der Grünen, die den mit der Mehrheit des Mombacher Ortsbeirates beschlossenen Antrag der SPD Fraktion zum Thema „Parkplätze im öffentlichen Raum schaffen“ kritisieren, zeigt deutlich, dass man durch pauschalisierte Begründungen versucht Parkmöglichkeiten im öffentlichen Raum zu verhindern oder gar zu vernichten“, zeigt sich Christian Kanka (SPD), der Ortsvorsteher in Mombach ist, überzeugt. Es ist eine Politik der Grünen, die in den letzten Jahren in Mombach zu großen Problemen für den ruhenden Verkehr und Unmut bei den Bürgern führt.

„Als Ortsvorsteher steht man ratlos vor den Bürgern“

„Ich halte es ebenfalls für wichtig, dass man dort wo es aufgrund der baulichen Gegebenheiten enge Straßen und Gehwege gibt, die Sicherheit der Fußgänger in den Blick nimmt. Dadurch fallen im Ortskern leider viele Flächen weg, auf denen Fahrzeuge über Jahrzehnte geparkt haben. Wo diese Fahrzeuge künftig parken sollen, darauf hat mir die Mainzer Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (GRÜNE) bis heute keine Antwort gegeben. Als Ortsvorsteher steht man ratlos vor den Bürgern, die sich zurecht zuallererst an mich wenden und beschweren“, schildert Kanka die Situation.

„Da der Parkdruck stetig wächst und ich hierbei seitens der Verkehrsverwaltung keinerlei Unterstützung zur Entlastung des Parkdrucks sehe, habe ich dies zum Anlass genommen, um selbst zu schauen wo man Parkraum schaffen kann. Ich bin kein Verkehrsplaner, weshalb es für mich einiges an Zeit in Anspruch genommen hat, um die verkehrsrechtlichen Mindestbreiten für Fußgänger, Radfahrer, fließenden und ruhenden Verkehr rauszusuchen und zu schauen wo man in Mombach etwas anpassen kann. Hierbei bin ich auf die Kreuzstraße gestoßen, die mit ihren derzeit sehr komfortablen 1,80 m breiten Fahrradschutzstreifen auf der Straße keinerlei Möglichkeiten für den ruhenden Verkehr bietet. Und so habe ich der SPD Fraktion vorgeschlagen einen entsprechenden Antrag im Ortsbeirat zu stellen“, erläutert Kanka wie es zu dem Antrag kam.

Mehr Mombacher Parkplätze durch Neuordnung des Straßenraums

Katina Tiesler, Fraktionsvorsitzende der SPD im Mombacher Ortsbeirat, sieht ebenfalls die Möglichkeit, dass man durch eine Neuordnung des Straßenraumes Parkraum in der Kreuzstraße schaffen kann. Als Beispiel nennt sie den Abschnitt der Kreuzstraße zwischen der Fußgängerampel der De-la-Roche-Anlage und dem Pfarrer-Bechtolsheimer-Weg.

„Die Kreuzstraße geht in diesem Abschnitt ziemlich steil bergauf. Viele Radfahrende nutzen deshalb schon jetzt den Gehweg, obwohl auf der Straße ein 1,80 m breiter Fahrradschutzstreifen angebracht ist. Deshalb machen wir den konkreten Vorschlag, dass man dort von der Hauptstraße in Richtung Gonsenheim kommend, den Radverkehr auf den 3 m breiten Gehweg führt, wo sich Fußgänger und Radfahrer den Gehweg künftig teilen könnten, da der Gehweg dort nicht stark frequentiert wird. Dann wäre hier auch Platz für einen 2 m breiten Parkstreifen auf der Straße mit ausreichend Abstand zur Fußgängerampel, damit diese gut einsichtbar bleibt.

Der fließende Begegnungsverkehr hätte weiterhin 5,50 m Platz. Für den Fahrradschutzstreifen bergab in Richtung Hauptstraße würden weiterhin 1,50 m Platz verbleiben und es würde sich ein 3 m breiter Gehweg, ausschließlich für Fußgänger, daran anschließen. So kann man ein vernünftiges Miteinander auf einer ausreichend breiten Straße fördern, anstatt die Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen“, zeigt sich die Fraktionsvorsitzende überzeugt.

Auch die ehemalige Ortsvorsteherin Dr. Eleonore Lossen-Geißler (SPD) begrüßt diesen Vorschlag und erinnert sich: „Als die Fahrradschutzstreifen vor einigen Jahren in der Kreuzstraße angebracht wurden und dazu geführt haben, dass die dort parkenden Fahrzeuge verschwinden müssen, hat die damalige Verkehrsdezernentin Katrin Eder (GRÜNE) vorgeschlagen, dass die Fahrzeuge im Ortskern parken können. Diese Situation hat sich in den letzten Jahren leider drastisch geändert, da dort das Gehwegparken neu geordnet wird, wodurch es nicht mehr viele Möglichkeiten gibt dort sein Auto abzustellen. Deshalb braucht es Alternativen für Parkflächen.“

„Es sollen keine Gefahren für Radfahrende oder Fußgänger geschaffen werden“

Weitere konkrete Möglichkeiten für Parkmöglichkeiten im öffentlichen Raum sieht der SPD Antrag in der Kreuzstraße zwischen Hauptstraße und Industriestraße. „Wir wollen, dass die Verwaltung diese und auch weitere Möglichkeiten prüft. Es sollen keine Gefahren für Radfahrende oder Fußgänger geschaffen werden, sondern Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer gefunden werden. Dabei sind aus unserer Sicht die verkehrsrechtlichen Mindestbreiten an den Standorten und die jeweilige Situation maßgebend“, sagt Katina Tiesler abschließend.

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